Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Archiv für ‘Geschrieben’

Rezension: Die Welt in Zahlen 2011

1. November 2010 | Geschrieben | 0 Kommentare

Wusstet Ihr, dass es weltweit 1 802 330 457 Internetnutzer (Stand Dezember 2009) gibt? Und wusstet Ihr, dass Fly.com die teuerste jemals verkaufte Domain (1,6 Millionen US-Dollar) ist? Wusstet Ihr, dass mehr deutsche Frauen bei facebook aktiv sind als Männer (Stand Juli 2010)?

Ich liebe Zahlen. Weil Zahlen, sofern sie denn richtig erhoben werden, nicht lügen. Gleichzeitig sind Zahlen imstande Geschichten zu erzählen, denn jede Statistik wirft Fragen auf. Gute Journalisten machen aus Zahlen nicht nur eine Nachricht, sondern nehmen sie zum Anlass, die Geschichte hinter den Einsen, Zweien und Dreien zu recherchieren. Genau das macht Monat für Monat die brand eins. Ein Wirtschaftsmagazin mit einem relativ begrenzten aktuellem Bezug, dafür aber mit vielen Reportagen über Unternehmen, Menschen und Ereignisse, die hinter den Zahlen aus den Nachrichten stehen. Gleichzeitig gibt es eine Rubrik in der brand eins, „Die Welt in Zahlen“, in der Daten in einen Kontext gesetzt werden, der Veränderung, Evolution und manchmal sogar Revolution nachvollziehen lässt.

Nun ist zum zweiten Mal das Buch „Die Welt in Zahlen“ erschienen. Auf 276 Seiten findet man darin umfangreiches Datenmaterial (etwa die Beispiele oben) nach fünf Kategorien geordnet. Gerade wenn man bedenkt, dass die Digitalisierung Statistiken erleichtert, weil Vorgänge automatisch protokolliert werden, wird auch klar, dass wir den Umgang mit Zahlen üben müssen.

In Deutschland gehen wir oftmals sehr phantasieloses mit Zahlen rum. Wir stellen sie in Balken-, Kreis- oder sonstigen Diagrammen dar. So, wie wir es vor Jahren oder gar Jahrzehnten gelernt haben. Dass es auch anders geht, belegen nicht nur viele Infographiken, die sich rasant online verbreiten, sondern auch die Zeitschrift Wired. Wer sich heute mit der Visualisierung von Daten beschäftigt, wird – so meine Prognose – in wenigen Jahren ebenso begehrt sein wie heute SEO-Experten.

Die Welt in Zahlen ist ein sehr schönes Buch. Kein Lexikon, in dem man Dinge nachschlägt. Das wäre zu einfach. Und einfach ist nicht der Weg der brand eins. Die Welt in Zahlen ist ein Buch für Menschen mit Phantasie. Die nehmen die Zahlen in diesem Buch als Startschuss für Recherchen und Träume. Oder sie entdecken darin gar einen zukunftsfähigen Markt und gründen ein Unternehmen, dass später selbst Geschichte schreiben wird.

Android (Tag 5 und 6)

1. November 2010 | Geschrieben | 0 Kommentare

Es wäre auch zu schön gewesen, wenn alles ganz einfach wäre. Zwei Dinge gehen mir gerade tierisch auf die Nerven und schmälern meine Freude.

  1. Das Samsung Galaxy hängt sich mehrfach auf. Das habe ich schon im letzten Posting erwähnt. Es wird aber nicht besser, und eine Lösung für das Problem habe ich bisher auch noch nicht identifizieren können. Wenn jemand eine Idee hat, woran das liegt, bitte melden!
  2. Auf Empfehlung von Sascha Pallenberg nutze ich die App Jorte. Dabei handelt es sich um einen sehr schlanken Kalender, der automatisch mit dem Google Kalender synchronisiert und vor allem ein Widget auf dem Startscreen bereithält, was für mich den ultimativen Nutzen ausmacht. Problem ist nur: Wenn ich Termine online am Rechner hinzufüge, werden sie nur partiell (nach dem Zufallsprinzip) übernommen. Hat dafür jemand eine Erklärung.

Ich will aber nicht nur klagen. Denn es gibt auch eine ganz großartige Geschichte, die mir viel, viel Freude bereitet: Swype. Was das ist, verdeutlicht dieses Video.

Android (Tag 4)

30. Oktober 2010 | Geschrieben | 0 Kommentare

Insgeheim ist meine Entscheidung schon gefallen – gegen das iPhone. Ich sehe keinen plausiblen Grund, weiterhin auf ein geschlossenes System zu setzen, wenn ein quasi-offenes System ebenso gut ist. Das ist mein bisheriger Eindruck: Android spielt in der gleichen Liga wie das iPhone-Betriebssystem. Beide Systeme haben Stärken, beide haben gewisse Schwächen. Android genießt meine Sympathien, weil ich mich wenig eingeschränkt fühle. Mein endgültiges Fazit fällt nach sieben Tagen.

Der heutige Tag hat mir allerdings durchaus einigen Ärger bereitet. Das liegt jedoch weniger am Betriebssystem sondern an der Hardware. Das Samsung Galaxy S geht bisweilen aus heiterem Himmel aus. Der Bildschirm ist schwarz, es tut sich nichts. Und das während ich Musik höre. Die dann – mir nichts, Dir nichts – verstummt. Blöd. Auch blöd ist, dass das Gerät hin und wieder das Gefühl hat, dass die SIM-Karte fehlt und dann von mir möchte, dass ich meine PIN eingeben muss. Alles kein Drama, doch am iPhone ist mir das nie passiert. Meine Recherchen haben ergeben, dass ich nicht der Einzige bin, der dieses Problem mit dem Galaxy hat. Keine Ahnung, ob ein Software-Update (Android 2.1.) das beheben kann.

Ansonsten bin ich weiterhin begeistert.