Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Im Test: Das G1

Was wurde nicht alles über das G1 geschrieben? Es sei ein iPhone-Killer, der Akku wäre dramatisch schlecht, das Design mies, großes Potenzial sei vorhanden und so weiter und so fort. Ich habe mich nicht lumpen lassen und das Gerät selbst getestet.

Zum Design: Das G1 ist kein iPhone, diesen Satz werde ich im Laufe des Postings wahrscheinlich noch ein paar Mal wiederholen. Doch nirgendwo ist er so sehr angebracht wie an dieser Stelle. Das G1 sieht schlicht ein wenig billig aus. Die Verkleidung weckt keine Phantasien und löst auch keinen „Oh, wie schön“-Moment aus. In Sachen Design fällt das G1 nicht nur gegenüber der Konkurrenz von Apple ab sondern auch gegenüber dem Nokia E71 und dem Blackberry Bold.

img_0226Bedienung: Wenn es das iPhone nie gegeben hätte, stellen wir uns das für einen kurzen Moment nur vor, dann wäre das G1 so etwas wie ein brandneuer 7er BMW und lauter alten Ford Escorts. Intuitiv lassen sich alle Funktionen nicht nur bedienen sondern auch finden – großes Manko beim Blackberry. Das G1 kann eigentlich alles, was das auch iPhone kann – nur sieht das Menü eben nicht ganz so schick aus. Trotzdem, auch durch den Android Market, das Pendant zum App-Store von Apple, kann man sich eine Vielzahl von Programmen runterladen, mit denen das G1 sogar zum Spaßphone wird.

Akku: Was habe ich mich davor gefürchtet? „Kaum eine Stunde hält der Akku“, hallte mir noch in den Ohren das Statement eines Bekannten. Entweder hatte ich nun eine Sonderausführung, oder aber irgendwas stimmt in den vielen Geräten, über die Testberichte verfasst wurden, nicht. Der Akku des G1 ist in etwa genauso gut oder schlecht – das muss jeder für sich entscheiden – wie das des ersten iPhone.

Synchronisierung: Am Blackberry bin ich an der Synchronisation noch fast gescheitert, am G1 nicht. Gut, es ist nicht ganz so leicht wie am iPhone – aber erträglich. Sofern man mit Google-Konten wie Mail oder Kalender arbeitet, ist das G1 sogar eine Granate. Dann muss man nicht einmal das Telefon an den Rechner anschließen, die Synchronisation erfolgt über W-Lan oder UMTS.

Fazit: Das G1 ist kein iPhone und auch kein iPhone-Killer, aber es ist in fast allen Punkten besser als ein Blackberry. Während der Blackberry quasi das von Yahoo eingestelle Geocieties darstellt, ist das G1 mindestens Typepad, wenn nicht sogar WordPress. Lediglich am Design müsste noch geschraubt werden. Das G1 ist ebn kein iPhone. Obwohl es gegenüber dem Apple-Produkt einen entscheidenden Vorteil hat: Die Tastatur. Über die lassen sich Mails und Tweets deutlich schneller tippen. Wer zum ersten Mal auf ein Smartphone umsteigt und nicht warten möchte, ob und wann das Iphone endlich um eine Tastatur erweitert wird, der sollte sich unbedingt das G1 zulegen. Wer jedoch die Augen nicht verschließen kann, der wird auch weiterhin das Original nutzen.

P.S.: Fast wäre ich an der Inbetriebnahme des G1 gescheitert, weil es doch nicht ohne ist, die SIM-Karte einzusetzen. Dank Jörg Leupold, dem ich den Test zu verdanken habe, hat es aber doch noch geklappt. Ein Dank geht auch an Stefan Keuchel von Google.

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