Ein Herz für Blogs: Wir können medienlese retten

Peter Hogenkamp hat soeben den Tod von medienlese verkündet. Ein hochwertiges Angebot stirbt aufgrund der „wirtschaftlichen Entwicklung“. Täglich wird medienlese laut blogoscoop von durchschnittlich über 2.500 Usern aufgerufen. Nehmen wir an, dass nur jeder 10. fünf Euro spenden würde, dann hätten wir zumindest die sehr beliebte Rubrik „6 vor 9“ gerettet. Lasst uns beweisen, dass es nicht nur Social Media gibt sondern wir auch social denken, um Media zu retten. Lasst uns beweisen, dass die Aktion “Ein Herz für Blogs” nicht nur leere Worte waren. Wer ist dabei?

Update: Ab sofort kann hier gespendet werden. Die Aktion läuft über das Spendenportal betterplace. Dort kann für jeden nachvollziehbar verfolgt werden, wie viel bereits an Spenden eingegangen und wie hoch der ausstehende Bedarf noch ist. Die Registrierung ist denkbar einfach und benötigt keine zehn Minuten. Ich bitte um zahlreiche Spenden. Jetzt geht es darum.

Update II: Gespendet werden kann über den obigen Link per Kreditkarte oder PayPal. Da wir nun betterplace als Plattform gewählt haben, könnt Ihr so viel spenden, wie Ihr wollt. Ob Ihr 1 oder 100 Euro beitragt, am Ende müssen es in der Summe 2000 sein.

Tags: , , ,

Ähnliche Beiträge:

This website uses IntenseDebate comments, but they are not currently loaded because either your browser doesn't support JavaScript, or they didn't load fast enough.

46 Antworten zu “Ein Herz für Blogs: Wir können medienlese retten”

  1. Dennis sagt:

    Ich bin dabei!!!

  2. Markus sagt:

    Alles klar, wo ist der PayPal-Account!? ;)

  3. http://twitter.com/issis sagt:

    Unbedingt dabei! Medienlese.com ist absolut eines der lesenswertesten Angebote rund um den Journalismus!!

  4. Ronnie Grob sagt:

    Danke für die Aufmerksamkeit! Ich stelle meine Arbeitskraft schon mal hypothetisch zur Verfügung. Und schaue mit Interesse zu, wie sich das entwickelt.

  5. tobias sagt:

    Ich bin auch dabei. Medienlese würde mir sehr fehlen – und ich habe überhaupt keine Lust, eine Alternative dazu zu suchen.

  6. Kai sagt:

    Das ist natürlich schade, aber ich möchte kurz zu “Lasst uns beweisen, dass die Aktion “Ein Herz für Blogs” nicht nur leere Worte waren.” erwähnen, dass Blogs nicht daran scheitern, dass das Finanzierungsmodell nicht greift. Das passiert in Redaktionen, Verlagen, usw, aber nicht in einem Blog im eigentlichen Sinne.

  7. Marc sagt:

    O.k., interessante Idee. Ich wäre mit 5 Euro dabei.

    Man müsste das jetzt eben schnell abklären: also treuhänderisches Konto einrichten, wo die Spenden gesammelt werden. Eine Zusage von Peter Hogenkamp, daß ab (meinetwegen) 2.000,- Euro die Rubrik “6vor9″ für eine bestimmte Zeit weitergeführt wird.

    Und falls der Betrag X nicht zusammenkommt, was passiert dann? Dann ab mit der Kohle für nen guten Zweck, den man ja per Abstimmung festsetzen könnte. Bedürftige Institutionen und Projekte gibt’s genug.

  8. http://twitter.com/kevdamerow sagt:

    Meine 5EUR monatlich hast Du…

  9. Sachar sagt:

    Kai, damit hast Du natürlich recht, aber ich denke schon, dass man Deine Aktion, die ganz wunderbar war und so viel erreicht hat, als Aufhänger nutzen kann, um zu beweisen, dass wir Großes bewirken können. Nicht nur Links und Aufmerksamkeit generieren, sondern gleich eine Perle der Blogosphäre erhalten.

  10. Stephan sagt:

    5 Euro für “6 vor 9″? Ich bin dabei!

  11. Peter Hogenkamp sagt:

    Danke, @sachar, Deine Aktion hier freut mich natürlich sehr.

    @Marc: Ihr könnt ein treuhänderisches Konto einrichten, Ihr könntet aber auch auf unser Euro-Konto einzahlen (Sparkasse Konstanz; Schweizer auf die ZKB), wir würden das Geld dann zurücküberweisen, wenn der Betrag für die Weiterführung nicht ausreicht. Sachar Kriwoj könnte den «Treuhänder« machen, ich gebe ihm gern Einblick in die Auszüge des Sparkassen-Kontos.

    Wir hatten gesagt, 5 Euro pro Monat, aber wir wollen natürlich nicht jeden Monat sammeln gehen. Ich denke, dass 15 Euro pro Person, also quasi eine quartalsweise Zahlungsweise, realistisch sind.

    Gern nehme ich den Ball von Dir auf, Marc, und mache folgendes Angebot: Wenn wirklich 2000 Euro zusammen kommen, egal von wieviel Personen gespendet, legen wir den Rest drauf und stellen den Weiterbetrieb von «6 vor 9» durch Ronnie Grob für ein halbes Jahr sicher, also bis Ende Oktober 2009.

  12. tobias sagt:

    peter: wieviel würde denn die ganze medienlese kosten?

  13. Peter Hogenkamp sagt:

    @tobias: Kannst mir sehr gern mailen oder mich anrufen (+41 43 500 21 50), wenn Du interessiert bist, ich möchte die Zahl hier aber nicht reinschreiben.

  14. tobias sagt:

    ich meine nicht um es zu kaufen, sondern um es, z.b. bis Ende 2009, weiterzuführen.

  15. Peter Hogenkamp sagt:

    Das meinte ich auch.

    Sollten so viele Spenden eingehen, dass das realistisch ist, sage ich es sofort.

    Ich halte einen Spende von 15 Euro pro Person für eine realistische Sache. Vielleicht klappt es ja, das wäre unglaublich toll. Ich möchte mir nicht die Freude an dieser Vorstellung verderben, indem wir jetzt hier Luftschlösser bauen, deren Erreichung eh nicht klappen wird.

    Eins ist klar: Wenn 6 vor 9 weiterlebt, als verlässlicher Profi-Dienst, für den Ronnie Grob bezahlt wird, wäre es viel einfacher, auch den Rest beizubehalten bzw. gelegentlich wieder hochzufahren.

  16. Manuel sagt:

    Also ehrlich gesagt finde ich es zwar auch äußerst schade, wenn es die medienlese nicht mehr gibt, aber bezahlen will ich dafür nicht, schon gar nicht 5 Euro im Monat. Dafür gibt es zu viel kostenlose Konkurrenzangebote.

    Ich glaube auch nicht, dass die Aktion “Ein Herz für Blogs” irgendwie im Entferntesten in die Richtung gedacht war, sorry.

  17. Dani Schenker sagt:

    Schoene Aktion! Werde mich beteiligen!

  18. onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Zum Aus von medienlese.com sagt:

    [...] wahrscheinlichsten sei, dass das Projekt zum 30. April eingestellt werde, sagt Hogenkamp. Im Blog Massenpublikum wird bereits zu Spenden [...]

  19. Ulrike Langer sagt:

    Wenn die medienlese schon weitgehend werbefrei war, warum dann nicht Nägel mit Köpfen und einen Abo-Dienst aus ”6 vor 9″ machen? Dann müsste man das Ganze nicht als ”Spendenaktion” betiteln. Wer die ”6 vor 9″ Tipps weiterlesen will, zahlt halt dafür und hat ggf. eine steuerliche absetzbare Rechnung in der Hand und die anderen schauen in die Röhre.

    Ich werde übrigens nicht 15 Euro pro Quartal spenden. Ich habe die Tipps auch gerne gelesen, aber die meisten spuckt auch mein Feedreader aus, es ist nur etwas mühsamer. Im übrigen wird hier wird eine Art moralische Pflicht konstruiert, der ich mich entziehe. Es geht schließlich nicht um hungernde Kinder in Biafra, sondern um ein Blog, dass nicht genügend Einnahmen abwirft. Das trifft so ziemlich auf 99,9 Prozent aller Blogs zu. Ich spende ja auch nicht für entlassene Zeitschriftenredakteure.

    P.S. Was mich wundert. Offenbar wollen alle ”6 vor 9″ retten. Ich finde die Hintergrundgeschichten mit den oft ellenlangen Kommentarsträngen eigentlich viel spannender.

  20. Blogwerk stellt ‘Medienlese’ ein | Medienrauschen, das Medienweblog sagt:

    [...] Massenpublikum.de hat nun eine Spendenaktion gestartet, der Blogwerk garantiert, bei einem Spendenbetrag von 2000 Euro den Weiterbetrieb von 6 vor 9 durch Ronnie Grob bis Ende Oktober 2009 sicher zu stellen. Was das halbe Jahr Verlängerung bringen soll, sei dahingestellt, denn eine wirtschaftliche Basis wird man nicht in sechs Monaten finden, wenn man in den vergangenen Jahren bereits keine gefunden hat. Autor: Thomas Gigold Veröffentlicht am: 24.04.2009, 22:26 Uhr [...]

  21. Inge Seibel alias @issis sagt:

    6 vor 9 ist der USP von medienlese, die gut gelungene Einladung zur Seite. Die Hintergrundgeschichten würde ich mal das Salz in der Suppe nennen. @ Ulrike: Den weiteren Autoren gebührt also sicher auch der Ehre. Es macht einfach Spass, medienlese zu lesen. Hier findet intelligenter und kompetenter Journalismus statt. Daher habe ich gespendet. Das Wort “Spende” hat für mich allerdings auch einen gewissen Beigeschmack im Zusammenhang mit der Rettung eines Blogs (berechtigte Frage: warum dieses und nicht andere retten?) Ich will es einfach so sagen: Ich möchte medienlese unterstützen in der Hoffnung, dass meine und die Unterstützung durch andere ein Signal ist, dass wir Qualität tatsächlich erhalten wollen. Ganz einfach jetzt, wo es nötig ist, und damit am konkreten Beispiel “Medienlese”.

    Heißt es nicht, Qualität hat seinen Preis? Sind wir bereit, einen gewissen Preis für qualitätvolle Inhalte zu bezahlen? “Paid content” scheitert nach allgemeiner Ansicht daran, dass es kaum gehaltvollen Content gibt. Für seichte Inhalte oder Content, den man sich an jeder Ecke des Netzes zum Nulltarif holen kann, weil er sich zum 99.mal wiederholt, ist mit Recht keiner bereit, zu zahlen. Im Moment befinden wir uns im Schlaraffenland, wo wir noch genügend Lesenswertes finden, ohne einen Cent dafür geben zu müssen. Es wäre doch naiv zu glauben, dass es immer dabei bleibt…

    Selbstverständlich gibt es neben medienlese andere Blogs, die es bestimmt genauso verdient hätten, unterstützt zu werden! Medienlese hat für mich durch die heutige Hiobsbotschaft der drohenden Einstellung eine Stellvertreterfunktion für diese gehaltvollen Angebote bekommen. Ich wünsche mir, dass sie nie und nimmer aus dem Netz verschwinden. Und jetzt träume ich mal ganz naiv davon, dass durch die Aktion rund um medienlese viele gute und im Netz verstreute, professionell verfasste Blogs u n d journalistische Angebote vielleicht zueinander finden und eine Site aufbauen, die in der Summe so einmalig ist, dass endlich Finanzierungsmodelle gefunden werden. 6 vor 9 würde dann vielleicht sogar überflüssig, da man dann nicht mehr von Site zu Site hüpfen müsste, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Bis dahin ist 6 vor 9 – unter anderen – ein liebgewonnener Wegweiser, der in Gestalt von Ronnie Grob die Perlen für uns gesucht und damit viel Zeit gespart hat.

  22. Markus sagt:

    Schliessung weniger als 7 Tage vorher angekündigt, jetzt eine Rettungsaktion für die werktägliche Linksammlung auf Medienlese. Schade, hat es Blogwerk nicht mit einem Unterstützungsmodell versucht:

    Sind Ende Monat x Euro eingezahlt worden, gibt es einen weiteren Monat Medienlese im gewohnten Mass. Sind Ende Monat nur y Euro einbezahlt worden, gibt es einen weiteren Monat werktägliche Linksammlung. Sind es weniger als z Euro, gibt es keine neuen Beiträge.

    Die Spendenaktion mag zustande kommen, auf Dauer ist sie kein Modell für ein Unternehmen wie Blogwerk, das profitorientiert ist. Wer soll mit den Spenden denn Medienlese eigentlich betreiben? Blogwerk? Ronnie Grob? Wer empfängt die Spenden überhaupt? Spenden für ein Unternehmen? Lächerlich! Viel zu viele Fragen sind noch offen.

  23. Readers Edition » Medienlese folgt Zoomer: Das nächste Prestigeobjekt macht dicht sagt:

    [...] nur Social Media gibt sondern wir auch social denken, um Media zu retten”, appelliert dagegen massenpublikum.de an seine Leser und fordert diese zum Spenden auf. Doreen, Kommentatorin auf basicthinking.de kann [...]

  24. Webmaster Blog | Wirtschaftskrise trifft Blogospäre sagt:

    [...] mit möglichen Übernahmeinteressenten. Einen alternativen Weg zur Rettung von Medienlese hat Massenpublikum an den Start gebracht: Eine Spendenaktion, mit der Leser des Blogs einen Beitrag zu dessen [...]

  25. La Triperie » Blog Archive » Geld sammeln für Blogwerk? sagt:

    [...] lese ich. Und soll deshalb wenigstens teilweise durch Spenden gerettet werden. Das schlägt massenpublikum.de vor. Und startet auch gleich eine Sammlung unter dem ‘jöh’-Titel “Ein Herz für [...]

  26. p. sagt:

    Tut mir Leid, aber 5€? Wir sollen ein Blog finanzieren, obwohl es sicher 20 andere gibt, die das gratis machen? Medienlese war ein tolles Angebot, aber dieses Techtelmechtel macht wenig Sinn. Ein Verkauf würde sich eignen, aber unter dem Prinzip von Spenden wird das langfristig ohnehin keinen Sinn machen. “Ein Herz für Blogs” ist das auch nicht.

  27. flashfrog sagt:

    Ich drück euch die Daumen, dass das klappt, das wäre ja wenigstens ein bisschen Zeitaufschub. Und vielleicht findet sich bis dahin ein Sponsor, der Ronnie – oder vielleicht die ganze “Mädchenlese” übernimmt…

  28. Hugo E. Martin sagt:

    Ich hatte gelesen, verstanden,

    Ronnie Grob hat zugesagt, dass er für 2.000 Euro ein halbes Jahr weitermachen kann …

    hier lese ich, dass ich mit meinen 50 Euro [die Weiterführung innerhalb der] Blogwerk AG bzw. Peter Hogenkamp finanziere. So war das von mir nicht gedacht, so war das nicht gewollt! Und

  29. Sachar sagt:

    Hugo, es tut mir leid, wenn ich mich in der Beschreibung bei betterplace missverständlich ausgedrückt haben sollte.

    Fakt ist: Wenn wir 2000 Euro sammeln können, bleibt uns allen die Rubrik “6 vor 9″ erhalten. Jedoch erhält Ronnie Grob in dieser Zeit, so verstehe ich Peters Kommentar, keine 2000 Euro Gehalt sondern mehr. Hier ein Zitat von Peter: “Wenn wirklich 2000 Euro zusammen kommen, egal von wieviel Personen gespendet, legen wir den Rest drauf und stellen den Weiterbetrieb von «6 vor 9» durch Ronnie Grob für ein halbes Jahr sicher, also bis Ende Oktober 2009.” Insofern ja, die Spenden gehen nicht direkt an Ronnie sondern an die Blogwerk AG, die aber dafür sorgen soll und mit Sicherheit auch wird, dass letztendlich doch diese Summe und wohl auch mehr am Ende beim Autor ankommt.

  30. Hugo E. Martin sagt:

    Sachar, mir tut’s auch Leid … war dann wohl umsonst. Blogwerk in dieser gewonnen Zeit kein Modell auf die Beine stellen, die das Blog anhaltend finanziert – da war ja genug Zeit dafür da. Ronnie Grob hätte vielleicht in dieser Zeit ein tragfähiges Konzept gefunden, das war jedenfalls meine Hoffnung. Verhungern werde ich deshalb schon nicht ;-) , aber erst einmal auf meinem Blogeintrag meine Fehlinterpretation der Aktion korrigieren und abhängen.

    Nur damit kein Missverständnis entsteht ich bin sehr für mehr Mäzenentum und sponsoren-finanzierten Journalismus.

  31. Sachar sagt:

    Wieso denkst Du, dass a) Ronnie eher in der Lage ist, ein tragfähiges Modell zu finden als das Unternehmen selbst und b) man nicht auf ihn hören wird, wenn er selbst es doch findet?

    Ich verstehe das Problem nicht ganz: Wir alle wollen doch dazu beitragen, die Lebenszeit von “6 vor 9″ zu verlängern. Dafür diskutieren wir, dafür spenden wir. Ob am Ende das Geld als Honorar durch die Blogwerk AG an den Autor oder direkt an den Autor ausgezahlt wird, tangiert uns nicht. Wir stellen durch unseren Einsatz sicher, dass zumindest die Rubrik eine Zukunft hat – wenn auch vorerst begrenzt.

    Und: Es wird sich bestimmt weder der Autor noch die Blogwerk AG gegen ein tragfähiges Modell stemmen – ob nun Peter Hogenkamp, Ronnie Grob, Hugo E. Martin, Sachar Kriwoj oder ein Anderer darauf kommt.

    Oder verstehe ich Deine Argumentation falsch?

  32. Hugo E. Martin sagt:

    Der feine Unterschied, die Blogwerk AG ist ein Wirtschaftsunternehmen und hatte reichlich Zeit ein Konzept zu finden [ich berate Medienunternehmen gegen Geld] … ich bin aufgesprungen weil ich Ronnie Grob und dem Team mehr zutraue, auch als ‘6 vor 9′ und hierzulande eh viel zu wenig, sträflich wenig ausprobiert wird. Das war das Wording auf betterplace welches mich verführt hatte:

    “Ronnie Grob würde den Betrieb von “6 vor 9″ von dieser Spende bis Ende Oktober 2009 weiterführen. Und medienlese.com könnte zumindest in dieser Form bestehen bleiben.”

  33. Fabienne sagt:

    @sachar: Danke für Deinen Einsatz und Deine positive Grundeinstellung.

    Es geht ja darum, dass man ein Zeichen setzt und sagt “ich finde was gut, habe oft profitiert und bin auch bereit mal was zurückzugeben.” Wenn man etwas in Bewegung setzt, hat das oft zur Folge, dass daraus Lösungen entstehen können, von denen man vorher nichts gewusst hat oder angenommen hat, dass sie nicht funktionieren. Lösungen brauchen Veränderungen und Veränderung setzt Bewegung also Action voraus.

  34. Danny sagt:

    am wochenende wurde das studentenkonto mit vier bier weniger belastet. macht 10 euro. für ein format, das sich jeden tag gelohnt hat…und lohnen wird!

  35. jo sagt:

    Herrje.

    @Hugo E. Martin: Wer ist denn “das Team”, und wie unterscheidet es sich vom ja nun nicht so wahnsinnig großen WIrtschaftsunternehmen “Blogwerk”?

    Und warum zum Teufel – das frage ich jetzt auch gerade den Medienberater in dir – sollte ein Team aus Autoren/Redakteuren bei der Vermarktung erfolgreicher sein, als Menschen, deren Job genau die – auch übergreifende – Vermarktung von Inhalten ist? Für mich als Autor wäre die Vermarktung zunächst eine Zusatzbelastung. Zudem auf einem Gebiet, wo es viele Leute gibt, die das entscheidend besser können. Ich mein, genau das ist doch der Witz an einem Blogverlag. Die Nutzung von Synergien.

    PS: Was an sponsoren-finanziertem Journalismus erstrebenswert sein soll, habe ich auch nicht so recht verstanden. Für mich ist das ein Euphemismus. Gemeinhin nennt man es aber wohl auch eher PR.

  36. Jens Weinreich sagt:

    Mein 20er ist selbstverständlich unterwegs. Viel Glück.

  37. Hugo E. Martin sagt:

    @Jörg-Olaf Schäfers

    Das Team sind die, die mich mir ihrer Schreibe informiert, unterhalten und manchmal auch amüsiert haben. Die Blogwerk AG, das ist die, welche in 2,5 Jahren 2 konkrete Anfragen nach Anzeigenfinanzierung generiert haben und die jetzt Adnation.de voranbringen wollen.

    Ich kenne die internen Zahlen und operativen Gegebenheiten nicht, aber nach meiner Beobachtung und Einschätzung lag die Wertschöpfung wohl überwiegend bei den Schreiberlingen. Und ich denke ohne Redaktionsmarketing, ohne das die Autoren in den Ring steigen geht heute und bei Social Media überhaupt nichts. Wenn ihre Einschätzung die Vermarktung von Blogs der Witz eines Blogverlages sein, stimme ich gerne zu (und lache mit).

    Für mich ist die Bezeichnung sponsoren-finanziertem Journalismus weder Euphemismus noch PR. Es wird Zeit, dass die Künstler unter den Journalisten und die existenziellen Themen und Projekte wieder direkte Mäzenen und Sponsoren finden.

  38. Peter Hogenkamp sagt:

    Klar: Diejenigen, die man sieht, weil sie namentlich die Blogbeiträge zeichnen, das sind die Helden.

    Diejenigen, die seit drei Jahren hinter den Kulissen wirken, die sich das ganze Ding ausgedacht haben, die versucht haben, redaktionelle Leitplanken zu erarbeiten, die die IT bereit gestellt haben, und die nicht zuletzt über die Jahre viel Geld in medienlese.com investiert haben (und als die Idee der Spendenaktion aufkam, gleich wieder angeboten haben, die Spende aufzustocken), im festen Glauben, dass es sich um ein finanzierenswertes Produkt handelt, das sind natürlich die Arschlöcher, die man jetzt wegen Unfähigkeit öffentlich anspucken darf. Ein Unternehmer ist immer entweder erfolgreich, dann ist er ein kohlegeiler Ausbeuter, und er ist nicht erfolgreich, dann ist er ein inkompetenter Versager. Das ist die Sichtweise in unserem Kulturkreis.

    Hugo E., echt toller Medienberater. Spezialgebiet ganzheitliche Sichtweise, richtig? Ach nee: “Brain Jogging” steht bei Xing. Na, dann lauf mal noch ein paar Runden um den Block, aber nützen wird’s nicht viel.

  39. Hugo E. Martin sagt:

    @Peter Hogenkamp
    Vielleicht würde ja ein wenig ‘brain jogging’ helfen

  40. Peter Hogenkamp sagt:

    Lieber Sachar, liebe Spender,

    ganz herzlichen Dank Dir für das Anschieben der Aktion und natürlich allen Spendern für Ihre Unterstützung! Das ist wirklich ganz enorm, dass in drei Tagen dieser Betrag zustande gekommen ist.

    «6 vor 9» ist damit für die nächsten sechs Monate gerettet, das war meine spontane Zusage von Freitag, und die gilt. Ob die Zusage sehr klug war, weiss ich nicht. Wie wir die Fortsetzung genau aufziehen, was aus dem Rest von medienlese.com wird, müssen wir erst wieder besprechen, das machen wir Mittwoch in unserer wöchentlichen Konferenz. Und die Gespräche mit Interessenten bezüglich einer Übernahme waren kein Pressemitteilungsgewäsch, sondern die sind real und laufen weiter.

    In dieser Sekunde der Freude des Innehaltens mag ich mich auch nicht mehr gross aufregen über eine Person, die ihre Spende am liebsten zurückgezogen hätte, aus Furcht, sie könnte an Blogwerk überwiesen werden statt an Ronnie Grob. Drei kurze Bemerkungen dazu: Erstens werden ich angesichts der Öffentlichkeit hier kaum das Geld einsacken können und damit Ferien machen. Zweitens ist «6 vor 9», wie schon oben gesagt, natürlich in sechs Monaten deutlich teurer als die 2000 Euro; die Differenz zahlt Blogwerk. Und drittens, selbst wenn es das nicht wäre: Wenn wir das Geld nur entgegennehmen und es komplett Ronnie Grob als Lohn auszahlen, fallen natürlich schon Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherungen darauf an. Ergo wäre es für uns billiger und einfacher gewesen, wenn es einfach an ihn ginge. Aber wir machen es uns nicht einfach, wie immer, sondern wir schauen jetzt gemeinsam weiter. Bald mehr an geeigneter Stelle.

    Jetzt muss ich noch ein paar Sätze schreiben, damit der vorherige Absatz nicht zuviel Gewicht bekommt.

    Ich bin wirklich gerührt über die Woge an Zuspruch. Und davon, wie sich einige Leute reingehängt haben nicht nur mit einer eigenen Spende, sondern indem sie andere per Mail zum Spenden aufgerufen haben. Und natürlich bin ich beeindruckt auch von einigen Namen, die dabei waren, von denen ich gar nicht wusste, dass sie uns kennen und lesen.

    Vielen, vielen Dank nochmal an alle!

  41. Sachar sagt:

    Ich möchte mich auch noch einmal sehr herzlichen bei allen Unterstützern bedanken.

    Ich wünsche Ronnie, Peter und der gesamten Blogwerk AG nicht nur viel Erfolg beim Erstellen der medienlese-6vor9 sondern auch das Finden eines wirtschaftlichen Konzepts, um die ganze medienlese zu retten. Ich glaube, es kann Euch gelingen.

  42. Stephan sagt:

    Ich freue mich über das Ergebnis und bin der Meinung, dass gerade Verlage, die ihre Online-Aktivitäten über ihr Printgeschäft noch quersubventionieren können, aus dieser Geschichte hier einiges lernen könnten.

    Ich erlaube mir, auf meinen aktuellen Blogbeitrag dazu zu verlinken:
    http://www.relevantmedianow.com/2009/04/und-es-geht-doch-paid-service-statt-paid-content/

    Nichts halte ich vom Vorschlag, dass nur diejenigen, die gezahlt haben, in Zukunft “6 vor 9″ lesen können sollen. Das entspricht nicht meinem Bild vom freien Web in dem ich den Service unterstütze, der es meiner Meinung nach verdient hat. (Um Diskussionen vorzubeugen: ich gehöre zu den Unterstützern). Und dass fixe Abo-Modelle ebenfalls keine Lösung sein können, sehen wir ja bei den Verlagen.

    Mich würde interessieren, wie sich ein dauerhafter “Donate”-Button auswirken würde. Kurzfristig vermutlich nicht, aber vielleicht freundet sich ja der eine oder andere Nutzer im laufe der Zeit mit dem Gedanken an und zahlt irgendwann einen ihm subjektiv angemessen erscheinenden Betrag?
    Ich halte das jedenfalls nicht für ausgeschlossen – nur die Möglichkeiten müssten einfach/endlich mal eingebunden werden. Dauerhaft.

    Ein aufgrund der Masse an Zugriffen zugegebener Maßen hinkender Vergleich: Wikipedia.
    Auch hier tröpfeln regelmäßig Spenden rein: https://secure.wikimedia.de/spenden/list.php
    Es wäre doch spannend zu sehen, wie das mit deutlich geringerer Nutzerzahl, dafür aber auch mit deutlich intensiverer persönlicher Autoren-Leser-Bindung funktionieren würde.

    Oder?

  43. Readers Edition » Hoffnung für Medienlese? Spender legen sich ins Zeug sagt:

    [...] Erst am vergangenen Freitag war es raus: Medienlese.com soll zum 30. April offline gehen. Dr. Peter Hogenkamp, Gründer der Blogwerk AG verkündete die betrübliche “Nachricht in eigener Sache” persönlich an die Lesergemeinde, die sich im Folgenden nicht nur traurig, sondern auch äußerst kämpferisch gebärdete. Nein, das darf nicht sein, waren sich einige User schnell sicher: “Lasst uns beweisen, dass es nicht nur Social Media gibt sondern wir auch social denken, um Media zu retten”, lautete bereits kurz nach Erscheinen des Postings eine der ersten Reaktionen von massenpublikum.de. [...]

  44. HiPPiE sagt:

    Ich lese lieber selbst. Auf Nimmerwiedersehen.

  45. massenpublikum» Blogarchiv » Fakten, Fakten, Fakten: Das war massenpublikum 2009 sagt:

    [...] 2. Ein Herz für Blogs: Wir können medienlese retten [...]

  46. piano rapidshare sagt:

    piano rapidshare…

    Hello :) I bookmarked this site. Thanks heaps for this!… if anyone else has anything, it would be much appreciated. Great website Super Pianoforte Links http://www.en.Grand-Pianos.org Enjoy!…

Hinterlasse eine Antwort

blogoscoop Dieses Blog werkelt mit Wordpress und wurde charmant gestaltet von Julius Koroll