twitter: Wem ich folge und warum
Über twitter wurde schon so viel gesagt und geschrieben – auch von mir. Lassen wir das also. Widmen wir uns lieber den Menschen bei twitter zu. Denn: twitter ist für mich ein Kanal, mit dem ich zwischenmenschliche Beziehungen knüpfen und sogar vertiefen kann. Aber das ist wieder ein Satz zur Theorie, den ich ja eigentlich vermeiden möchte. Wie dem auch sei. Unter den mittlerweile über 300 Leuten, denen ich via twitter folge, gibt es ein paar, deren tweets ich besonders gerne lese und die mir viel geben. Darum möchte ich diese Leute hervorheben und kurz vorstellen. Hier also meine aktuelle „Hall of Fame“.
breitenbach: Patrick Breitenbach war mal der „Werbeblogger“, der „Brainblogger“ und eine Hälfte von „Breitenbach & Brown“. Nun ist er Head of Communication & Content der Karlshochschule in Karlsruhe und schreibt viel über Dinge, die meine volle Konzentration in Anspruch nehmen und mich intellektuell fordern. Patrick ist immer für eine kontroverse Diskussion zu haben, das schätze ich sehr an ihm.
frischkopp: Stefan Keuchel ist Pressesprecher von Google und eins meiner Vorbilder. Wie ich Stefan kennen gelernt und erlebt habe, beherrscht er sowohl die sehr sachliche wie auch emotionale Kommunikations-Ebene. Er twittert viel über seinen Arbeitgeber Google, ohne dass es aufgesetzt und „PR-Sprech“ ist.
ghostdog19: Björns Texte lese ich schon verhältnismäßig lange und sehr, sehr gerne. Sein Blog bot einst erstklassige Analysen über amerikanischen Basketball und deutschen Fußball. Davon ist er zuletzt leider abgekommen. Er twittert pointiert und nimmt sich und die Welt nicht so ernst. An Tagen, an denen man meint, die Welt würde zusammenbrechen, reicht manchmal ein einziger tweet von ihm aus, um mir ein Grinsen zu entlocken.
heiko: Heiko Hebig ist Head of Digital Media bei Burda. In dieser Funktion ist er ständig unterwegs – zwischen München, Offenburg, Berlin und diversen Zielen in den USA. Es ist für mich wahnsinnig spannend zu sehen, dass jemand so viel reisen und trotzdem einen guten operativen Job im heimischen Büro hinlegen kann. Heiko ist – allein aufgrund seiner vielen USA-Aufenthalte immer hervorragend über die Entwicklung auf dem internationalen Start-Up-Markt informiert.
HHilove: Daniela Hinrichs werden die meisten als Pressesprecherin von Xing kennen. In dieser professionellen Funktion hat sie auch einen anderen twitter-Account aufgesetzt. Privat twittert sie als HHilove und beweist, dass man manchmal auch mit 140 Zeichen alles sagen kann, um die Atmosphäre eines Raumes oder die Stimmung eines Tages hinreichend zu beschreiben.
martinweigert: Martin Weigert, das habe ich schon an vielen Stellen geschrieben, ist für mich einer der klügsten Start-Up-Analysten in der deutschsprachigen Blogosphäre. Er erkennt Marktpotenziale oft lange vor vielen gestandenen Journalisten und warnt, während Investoren noch kräftig ihr Geld verbrennen, vor Blasen. Es ist also eine fast natürliche Pflicht, ihm zu folgen.
spox: Fairerweise muss ich sagen, dass ich im Netz nur eine Fußball-Seite brauche: kicker.de. Bei twitter aber gibt in Sachen Fußball nichts Besseres als den Spox-Account. Darin geht es nicht nur um die Ergebnisse und Geschehnisse der Bundesliga sondern auch Interna aus dem Redaktionsalltag. Sehr unterhaltsam und aktuell. Für jeden Fußball-Fan ein absolutes Muss.
stefanosswald: Ich verrate gewiss kein Geheimnis, wenn ich behaupte, dass sich bei twitter, in der Blogosphäre und überhaupt „da draußen“ sehr viele Selbstdarsteller und Wichtigtuer tummeln. Auf Stefan, Berater in der Agentur talkabout, trifft das nicht zu. Er ist einer der verlässlichsten und anständigsten Menschen, die ich virtuell kennen lernen durfte. Zudem findet er häufig spannende Betrachtungen und Studien über PR und Social Media und teilt sie via twitter.
topster: Tobias Händler ist Head of New Business bei Scholz & Friends. Für mich aber ist er sehr viel mehr, er ist einer meiner allerbesten Freunde – und das schon seit über zehn Jahren. Tobi ist der einzige meiner engen Freunde, die twittern. Umso wichtiger ist es für mich zu wissen, wo er sich gerade befindet, wie weit er mit seinen Marathon-Vorbereitungen (er läuft demnächst in New York) ist und wie es ihm geht.
Schremper: Ralf Schremper ist Geschäftsführer von scoyo und mein Chef. Das allein aber ist nicht der Grund, warum ich ihn hier empfehle. Ralf ist ein Gadget-Freak, der, anders als ich, vor allem US-Blogs liest und dadurch stets bestens über den amerikanischen Markt informiert ist. Wenn ich die neusten Gerüchte über das nächste iPhone oder die Entwicklungen neuer Medien in den USA wissen will, brauche ich nur in Ralfs Timeline zu schauen.
VerenaDE: Last but not least ebenfalls eine Kollegin: Verena Delius. Sie verantwortet bei scoyo den Sales und gehört zu den ganz wenigen Menschen, die ich kenne, die Social Media in (mit der Stoppuhr erfasst) 37 Sekunden verstanden haben. Ein weiterer Indikator dafür, dass Verena geklont ist. Bisher habe ich nichts – außer Witze erzählen – gefunden, was Verena nicht kann. Nicht nur darum gehört sie den Menschen, deren Urteil mir sehr wichtig ist.
Tags: daniela hinrichs, ghostdog19, heiko hebig, martin weigert, patrick breitenbach, ralf schremper, spox, stefan keuchel, stefan osswald, twitter, verena deliustobias händler

Oh wie schön! Danke!
Ahh. Jetzt weiß ich, warum mir die Leute die Bude einrennen. Danke für deine Empfehlung.
Hier meine: Ich folge Sachar, weil ich ihn für einen sehr reflektierten und vor allem für einen offenen und vernünftigen Menschen halte. Er hört zu, diskutiert und vertritt dennoch stets seine wohl überdachte Position. Beruflich kann ich ihn nur wertschätzen, denn er hat tatsächlich das verinnerlicht, was ich selbst als einen perfekten PRler bezeichnen würde.
PS: Ich wusste gar nicht, dass ich so anstrengend bin, aber ich fasse das mal zu 100% als Kompliment auf.
Patrick, so war das nicht gedacht. Aber ich fühle mich trotzdem sehr geschmeichelt.
Und ich schreibe nicht, dass Du anstrengend bist, sondern dass Du mich forderst. Und das ist definitiv zu 100 Prozent ein Kompliment.
Mir ging es heute Abend auch wie Patrick. Jetzt weiß ich woher die Follower kommen.
Ich kann eigentlich Deine Worte fast 1:1 übernehmen, wenn ich beschreiben sollte, warum ich Dir followe und gern deine Tweets lese. Besonders interessant finde ich in Bezug auf unser Kennenlernen die Entwicklung: Blog -> Twitter -> Real Life. Letzteres finde ich immer noch am besten. Schade das Hamburg so weit entfernt ist. Schön das durch das Internet Entfernungen verschwinden. Schön das es Menschen wie dich gibt.
Empfehlungstwittering! Sehr gut