Droht eine neue Hexenverfolgung?
Seit Monaten schon scheint es, wann immer die Massen-Medien über das Internet berichten, nur ein Thema zu geben: Google. Mit der Zeit nimmt die Kritik an Google zu und hat ein Stadium erreicht, in dem wir alle kurz in uns gehen sollten, um zu erkennen, dass der eingeschlagene Weg zu keinem guten Ergebnis führen kann.
Google hat durch seine Suchmaschine vor allem in Deutschland eine machtbeherrschende Position. Grundsätzlich ist das noch nicht bedenklich, sind doch bisher keinerlei Fälle bekannt, in denen Google diese Position missbraucht habe. Und trotzdem wird in Radio, Print, Online und TV permanent vor der Daten-Krake gewarnt. Heute erreichte diese „Kampagne“ in meinen Augen ihren vorläufigen Höhepunkt. Im ZDF-Morgenmagazin – man bedenke, dass die Öffentlich-Rechtlichen einen Bildungsauftrag haben – wurde dieser Beitrag ausgestrahlt. Es muss erlaubt sein, Kritik an Google zu äußern. Und es muss auch erlaubt sein, Forderungen an Google zu stellen. Was ich hingegen nicht akzeptieren möchte, ist eine einseitige Berichterstattung, in der nicht ein Vertreter von Google zu Wort kommt. Nach dem Beitrag kam eine (vermeintliche) Expertin zu Wort, die die zum großen Teil aus der Luft gegriffenen Angriffe der Moderatorin gegen Google bestätigte und so ihren Teil dazu beitrug, Panik zu verbreiten.
Ich habe das Gefühl, dass es bei der Debatte um Google gar nicht so sehr um Google selbst sondern „dieses Internet“ geht. Also auch um Facebook, twitter und letztendlich um alle Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als den ganzen Tag Sinnloses und natürlich auch Privates von sich preis zu geben. Warum machen wir das? Die Antwort mag banal klingen, aber es ist so: Weil wir es können. Wir sind eine andere Generation, und wir sind erst der Anfang. Die Generation nach uns wird eine Welt ohne Internet nicht mehr kennen. Bringt es da wirklich etwas, über den Sinn und Zweck von Google, facebook und twitter zu diskutieren? Natürlich nicht. Ebenso verrückt wäre es in den 1950ern gewesen, die Abschaffung des Fernsehens zu fordern, weil es angeblich die soziale Isolation fördert. Nun, die Kulturkritiker haben es damals trotzdem getan. Wir wissen heute, welchen Erfolg sie damit hatten.
Bleiben wir bei Google: Sollten sich die Eindrücke verhärten, dass Google sich nicht an geltendes deutsches Recht hält (was ich aufgrund dafür nicht genügend juristischer Kenntnisse nicht beurteilen kann), dann bedarf es natürlich einer umfassenden Überprüfung. Niemand möchte, dass all die Daten, die von uns im Internet zirkulieren, in die falschen Hände geraten. Das Gleiche muss selbstverständlich für facebook, twitter, flickr und alle anderen Dienste gelten, die wir nutzen.
So langsam aber müssen sich die Medien und auch die Generation über uns damit abfinden, dass sich der technologische Fortschritt und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr aufhalten lassen. Darum wäre es eminent wichtig, sich mit all diesen Diensten auseinanderzusetzen. Nicht durch aktionistische und an die Hexenverfolgung erinnernde Berichterstattung, sondern in der Praxis. Nur dann kann es einen sachlich fundierten Journalismus, nur dann kann es gesellschaftliche Aufklärung, nur dann kann es Verbesserung beim Datenschutz geben. Alles Andere ist Panikmache und fördert einen echten Generationen-Konflikt, der ausnahmsweise nicht finanzieller sondern gesellschaftlicher Natur ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf dieses Interview mit Philipp Schindler, Nordeuropa-Chef von Google hinweisen.

Sehr schöner Kommentar. Genau das ist es nämlich was passiert. Die "Jüngeren" nutzen immer mehr "dieses Internet" (schöner noch mit z hinten) und die "Älteren" (also Eltern) verstehen es einfach nicht mehr. Stützen sich dann auf solche Beiträge im vermeintlichen seriösen Journalismus und kommen dann mit Sprüchen wie "Du machst auch dieses Twitter und Facebook? Das ist aber ganz schlecht, weil die schicken dir jetzt Werbung zu."
Ja genau so bekam ich das auch schon von Muttern zu hören. Aber was soll ich ihr das krumm nehmen? Sie weiß es eben nicht besser. Genauso wie es Aufklärung zu anderen relevanten Themen – und damit meine ich nicht nur Bienchen und Blümchen (obwohl gutes Beispiel, weil scheint bei den "Jüngeren" wieder nicht ganz durchzudringen) – muss auch hier Aufklärung stattfinden und keine Hetzjagd angestachelt werden, nur um das Programm ein wenig mit Dramaturgie aufzuwerten.
Ich weiß jetzt auch dass Herr Prof. Johannes Caspar Hamburgischer Beautragter für Datenschutz ist und lockige Haare hat. Wäre ich ein Unternehmen für Glättungslotion, würde ich ihm das jetzt zukommen lassen. Mach ich's? Vielleicht…
Meine 5 cents:
Hexenverfolgung – Nein! Aber der kritische Blick auf Google ist schon wichtig und richtig um die notwendige Aufmerksamkeit zu bekommen, die für das Thema notwendig ist.
Natürlich geht es allgemein um das Thema, wie gehe ich mit meinen persönlichen Daten im Internet um. Im Gegensatz zu Facebook, Twitter und Bogs, die man schreibt, treibt es Google aber noch eine klein wenig weiter.
Wie? Ganz einfach: Viele Menschen sind von Google "abhängig".
Mail: GMail wird weltweit genutzt. Google weiß, mit wem ich Kontakt habe, wem ich wie oft schreibe und kann so viel über mich und mein Umfeld erfahren. Das kam dann ja auch mehr als deutlich bei der etwas holprigen Einführung von…
Buzz…deutlich zum Vorschein. Netzwerke wurden automatisch geknüpft, nur weil Mails ausgetauscht wurden… das ist schon etwas bedenklich…
Mit YouTube besitzt Google die Seite mit den meisten Videos, und der Login ist zentral über GMail. Sie können also sehen, was ich mir am liebsten anschaue und damit mein Profil vervollständigen.
Darüber hinaus hat Google mit Analytics das sehr wahrscheinlich BESTE und UMFANGREICHSTE Tool zum weltweiten User-Tracking entwickelt. Nicht nur Google nutzt es, auch diverse große wie kleine Firmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf 10 Webseiten, die ich an einem Tag ansurfe mindestens 5 mal von Google Analytics erwischt werde würde ich mal als sehr sehr groß einschätzen.
Und wenn ich dann noch bedenke, dass Google mit Doubleclick einen der am weitesten verbreiteten AdServer der Welt besitzt und seit ca. 3 Monaten auch über DoubleClick seine AdSense-Werbung ausliefert, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich an einem normalen Tag im Web und ohne dass ich die Google Suche oder GMail nutze von Google komplett verfolgt werden kann bei 99%.
Klar: Google sagt, die Daten werden nicht genutzt….aber kann man Google wirklich glauben? Ich will nichts unterstellen, aber ich glaube nicht daran, dass nicht irgendwer im Hintergrund mit diesen ganzen Datenströmen arbeitet – dazu sind diese Daten zu verlockend…
Es ist daher meiner Meinung nach nicht eine Frage, ob Google Big Brother ist – dann das ist Google schon lange. Vielmehr gilt es zu verhindern, dass die gewonnen Daten schnell wieder gesichert werden und dass als Deutscher bei Google auch gehört werde….denn derzeit lagern die Daten alle schön in den USA – viel Spaß, da eine Klage einzureichen…
Sachar, ich gebe dir in Teilen Recht, aber komme dennoch mit einem lauten Jain um die Ecke. Klaro, da gibt es einen Generationenkonflikt und ja, der wird auch angeheizt. Aber es geht um verschiedene Dinge, meine ich. Wenn du das Alles in einen Pott wirfst, wird mir das auch zu sehr an der Oberfläche gekratzt. So einfach wie es sich das ZDF mit Schelt machst, dürfen wir uns das ja nicht mit Gegenschelte machen. Sicher: Es ist nicht in Ordnung einseitig zu berichten. Es gibt aber eben auch viele Internetzbejubler, die völlig ohne Reflektion ins webbige Horn blasen und im virtuellen das Halleluja sehen.
Gerade beim Thema Daten, Datensicherheit, Datenschutz, Privatsphäre und was da sonst noch so dazu gehört, brauchen wir meiner Meinung nach eine kritische, sachliche und abwägende Diskussion. Wer so massiv Daten einsammelt wie Google, gerät da ganz automatisch mal ins Kreuzfeuer.
Zu den oben aufgelisteteten Diensten kommen noch die normalen Suchanfragen (sehr aufschlussreich), die Geoinformationen aus mobilen Diensten, Earth und Maps und zig anderen Datenzapfhähne. Ich bin fest davon überzeugt, dass Google versucht mit diesen Daten sorgfältig umzugehen. Weil ich glaube, dass sie den Reputationsverlust nicht verwinden würden, würden sie Schindluder mit meinen Daten treiben.
Daher nutze ich diese ganzen Dienste recht schmerzfrei. Theoretisch weiß Google: Welche Krankheiten ich google (Search), welche Kontakte ich pflege (Mail), was mich interessiert (Reader), wo ich mich rumtreibe (Mobile, Maps, Earth), was ich beruflich so mache (Docs) und ich könnte hier sicher noch weiterschreiben.
Ich glaube, das Google glaubt, sie machen da nix Böses mit. Dennoch muss kritisch gefragt werden, ob das auch so ist. Ob das auch in alle Zeiten so ist? Wie oft Google wann wo und warum welche Daten sammelt und wie lange diese gespeichert werden. Viele Fragen können einem da noch einfallen.
Das kann gerne sachlich diskutiert werden. Aber Google mit dem Kunstgriff des Generationenkonflikts aus dem Gefecht zu ziehen, halte ich nicht für angebracht. Das ist eine andere Diskussion. Eine kulturelle vielleicht…
Ich stimme Dir komplett zu, vor allem hiermit: "Das kann gerne sachlich diskutiert werden." Was mir fehlt, ist eine sachliche Ebene. Ich bin kein Datenschutz-Experte und auch sonst nicht versiert genug in der Verwaltung von Daten. Ich bin nicht der Richtige, um über Google zu urteilen. Aber ich bin versiert genug im Umgang mit Medien, um mahnend meinen Finger zu heben und zu sagen, dass eine solch einseitige Berichterstattung mittelfristig niemandem hilft, sondern eben doch einen neuen Generationen-Konflikt entstehen lässt. Google hat dadurch keine erhält dadurch keine Erlaubnis, sich aus der Verantwortung zu ziehen, nur sollten die Medien (pauschalisiert, ich bitte um Verzeihung) bedenken, dass sie auf diese Art und Weise ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen können.
Lieber Sachar, der von dir neu genannte Generationenkonflikt ist aus meiner Sicht kein neuer. Jetzt heißt es und manche von uns behaupten es selbst, wir werden die erste Elterngeneration sein, die mit ihrem Nachwuchs im Verständnis der Mediennutzung Schritt halten kann. Das haben unsere Eltern aber mit Sicherheit auch schon gedacht. Insgesamt war der Beitrag – im Morgenmagazin des ZDF, du weißt als PR-Profi, wer das in der Hauptsache guckt – so unsachlich nicht, finde ich. Der sehr sympathische Google-Chef im von dir verlinkten Interview ist aber eben auch nicht nur ein Mensch, der kommuniziert, sondern Europa-Chef von "dat Janze". Und die Aktivitäten von "dat Janze" hat Valentin treffend beschrieben. Danke. Dass hier für die alte Generation auch mahnend-sachliche Aufklärungsarbeit notwendig ist, halte ich daher für sehr angebracht. Eine Firma, die es "ververbt" in den Duden geschafft hat, ohne gefragt zu werden und seine Nutzer selbst auch eher nicht fragt, wirds verkraften können. Mein Vater beispielsweise, erst seit einigen Monaten leidenschaftlich im Internet unterwegs, wundert sich, warum Werbung eigentlich immer mit seinen Interessen korrespondiert. Erklären wir es den Alten und den Jungen! Das ist dann gesellschaftlicher Diskurs im besten Sinne. Endlich mal ohne Medienschelte.
Mensch, da rufst du letzthin zu mehr Diskussionskultur auf, bzw. nimmst dir das selbst vor und dann verpasst deine Kommentarverwaltung mich über die Antworten zu informieren
Hätte ich mal besser der Technik nicht getraut. Womit wir ja fast wieder beim Thema wären. Ich stimme dir zu, Leute wie du und ich können besser was zu den Medien sagen als zu den technischen Details von Google. Jetzt, einen Tag später, probiere ich es noch mal mit einem philosophischen Ansatz am Morgen:
Mich nervt manchmal die Angst der Alten vor Neuem (mal schön schwarz-weiß-gemalt und völlig pauschalisierend).
Mich nervt manchman die Gier der Jungen nach Neuem, die distanzlose Verirrung in allem Hippen.
Vielleicht sind es die Extreme von Skepsis und Jüngertum, die letztlich zum Equlibrium führen, dass am Ende dafür sorgen wird, dass Alles irgendwie schon passen wird. Kruzum: Eine positive Weltsicht am Morgen mit einem kleinen Haken: In der langweiligen Mitte läge dann irgendwie die Wahrheit
Ich kenne das Phänomen ganz anders: Es gibt in meiner Umgebung ein reflexartiges in Schutz nehmen von Google. Man hat sich daran gewöhnt, dass man nicht mehr mit einem transparenten Partner zusammenarbeitet, sondern dass man Hohepriester (SEOs) beschäftigt, die erspüren und messen, was der große Gott der Suchmaschinen denn so macht und will. Denn bis auf einige Matt Cutts Videos erzählt Google nicht wirklich viel. Google hat ja gesagt: "Don't be evil" – wird ja wohl stimmen. Und außerdem ist das doch alles saucool, was die machen.
Ist es aber nicht. Google ist Einzelspieler, der nicht klar erzählt, wie das Spiel zu spielen ist. Beispiel gefällig? Wenn man eine Domain kauft, woher weiß man dann, ob Google da keine Penalty darauf liegen hat? Es gibt keine Liste… Naja, man kann ja auf Verdacht Selbstanzeige stellen. Wenn man Glück hat passiert was. Aber wehe, man fragt nochmal nach.
Oder SERPs ind SERPs – welche Richtlinien genau verfolgt Google in dieser Frage? Ist gerade eine spannende Diskussion bei Sistrix.
Gehen wir in den Werbebereich: Wisst Ihr genau, wie sich das Adsense Modell berechnet? Wisst Ihr, welchen Anteil Google bekommt, und wieviel der Publisher?
Google ist ein Monopolist – und was für einer: Werbung, Suchmaschine, Video… Ob Google will oder nicht: Sie haben damit eine Verantwortung, ein Geschäft im Web kann man nur schwer ohne Google aufziehen. Ergo: Google MUSS transparenter werden. Und ich bin froh, dass der Druck auf Google in der Hinsicht zunimmt.
Das ist keine Hexenjagd, das ist eine längst überfällige Diskussion…
>Google ist ein Monopolist – und was für einer: Werbung, Suchmaschine, Video…
Aber wie kam es dazu? Ist Google als Monopolist auf die Welt gekommen? Oder könnte es sein dass Millionen von Nutzern die Dienste einfach gut finden und sie nutzen, obwohl es Alternativen gibt?
>Ob Google will oder nicht: Sie haben damit eine Verantwortung,
Ganz sicher, und die verlangt eine sachliche Diskussion auf allen Seiten, 'Druck' hilft da wenig.
Die Diskussion um google ist notwendig und soll geführt werden. Dazu braucht es, und da gebe ich Sachar Recht, aber auch eine vernünftige Information durch die Medien. Google hilft da auch nicht wirklich weiter, was es noch schwieriger macht.
Grundsätzlich müssen wir aber über Daten reden, denn ich sehe Unternehmen wie payback genau so in der Pflicht wie Schober oder etwa die Deutsche Post. Sehe ich leider zu selten. Leider sind es gerade wir Deutsche, die immer dann (neiderfüllt?) gerade den Großen dringend an die Karre fahren wollen, ohne mal den Blick auf die Gesamtsituation zu werfen.
Entscheidend ist nicht allein, wir wir mit google umgehen, sondern wie wir mit Daten umgehen wollen.
>@sachark: Was mir fehlt, ist eine sachliche Ebene.
Die nicht stattfindende sachliche Auseinandersetzung scheint mir aber leider einer der Trends zu sein. Auch die mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen TV- und Radiostationen meinen, sie müssten auf Quote machen. Da redet man gern mal 'dem Volk nach dem Mund' und 'vergisst' die journalistischen Tugenden. Google und seine Aktivitäten und der Wandel zur Informationsgesellschaft gehören diskutiert, sehr intensiv sogar – aber nicht so!
Tolle Diskussion!
@sachark: Süß finde ich, dass du der deutschen Justiz vertraust, dass kein Datenmissbrauch getrieben wird.
Doch seit wann wann gibt es taugliche Gesetze zu Phänomenen die gerade am Entstehen sind?
Die Normen werden durch die Gemeinschaft geprägt, als durch ‘uns’ im weitesten Sinne.
Es ist richtig zu hinterfragen und in Folge gerne auch zu warnen oder Bedenken, die zur Reflektion anregen, zu streuen. Die Älteren werden grade Überholt und Google ist der böse Avatar oder die Puppe die Hingehalten wird. Das Internet ist das Medium der jüngeren Generation die immer ihre Sturm- und Drangzeit, ihre eigene Revolution, durchläuft das Althergebrachte(Zeitungen, TV, Radio, öffentliche Diskussion, Streitkultur usw.) fühlt sich bedroht: fühlt euch auch bedroht! Das aus einem kafkaesken(bedrohlich, undurchsichtig) Gefühl heraus partiell gefeuert wird ist zu erwarten und wird zunehmen. Generalisierend muss ich bemerken: Unser Land hat sich bisher wenig auf gute Integration verstanden. Die flächendeckenden kostenlosen Deutschkurse für alle Interessierten, das einheitliche Schulsystem welches Behinderte mit einschließt, die kostenlosen Computerkurse für Mitbürger ab 50 und vielen weiteren bestehenden zusammenführenden Ideen wird zu wenig Beachtung geschenkt. Standpunkte festigen ist einfacher als Bildung und Horizonterweiterung anzustoßen und es ist weit mühsamer. Ich kann nur das Bekannte wiederholen und Bemerken das zu Anfang einer Debatte die seitlich extremen Ränder beackert werden, die sich gegenüber stehen. Interessanter Weise wird im Grunde ja über eine potenziell mögliche Gefahr, über einen potenziell möglichen Missbrauch der bestehenden Technik diskutiert und unbeachtet gelassen, dass nach einer ungewollten Entwicklung die 180-Grad-Wende nicht ausgeschlossen bleibt. Die Politik besitzt diese Behäbigkeit, dieses zähe, undynamisch Langsame. Viele Entwicklungen haben in ihrem Vollzug keine Schritt für Schritt, Punkt für Punkt Dynamik sondern ähneln ehr einem Sonnenaufgang (oder einer Erhitzung bis zum kochenden Wasser, in dem der Frosch sitzt
Diese Entwicklung haben jedoch auch die Finanzmärkte hinter sich. Wachsen Möglichkeiten und Gefahr proportional? Die Debatte beginnt erst und wie eingangs erwähnt es ist immer richtig zu hinterfragen und leider zeigen nur die extremen Positionen den Rahmen und die Grenzen für das relevante Feld.
Danke für diesen Kommentar und für die Diskussion. Und vor allem Danke für diesen Versuch, dabei eine vernünftige Sprache zu nutzen. Gerade auch aus der Netzseite kenne ich es schon von den "vorigen wichtigen Themen", das hier auf die Leute, die nicht auf den Zug zu sitzen scheinen, mit Abwertungen verbal eingedroschen wird, die diese nur als verletztend empfinden können. Vom "zurückgebliebenden Internetausdrucker" bis zum "privatgeilen Spießer" war alles dabei um die Menschen ab zu canceln, die wir Netzaffineren doch eher abholen sollten.
Wichtige Diskussionen, und unsere Gesellschaft ist in einem wichtigen Wandlungsprozess, was die Frage des privaten und Nichtprivaten angeht, sollten wir mit allen führen, und zwar auf Augenhöhe. Durchaus lebhaft, kritisch und engagiert, aber nicht nur sachlich, sondern auch menschlich. Dein Beitrag wie die Kommentare geben wir doch wieder etwas Mut.
Ganz sicher, und die verlangt eine sachliche Diskussion auf allen Seiten, 'Druck' hilft da wenig.
i like it very much ,thanks!!!
Tugenden. Google und seine Aktivitäten und der Wandel zur Informationsgesellschaft gehören diskutiert, sehr intensiv sogar – aber nicht so!