Social Media lernen – aber wie?
Als ich Anfang 2009 das erste Mal gebeten wurde, im Rahmen einer Konferenz einen Vortrag über die Rolle von Social Media in der Kommunikation zu halten, stand ich – zugegeben – vor einem für mich scheinbar unüberwindbarem Problem. Wie über etwas „dozieren“, das in meinen Augen selbstverständlich ist, nämlich Kommunikation? Dass man nicht nicht kommunizieren kann, haben wir entweder im Studium gelernt oder mittlerweile in zahlreichen Blogs gelesen. Nach wie vor fällt es mir schwer, Social Media oder die Faszination, die von Social Media ausgeht, in Worte zu fassen.
Wenn man Social Media „lernen“ möchte, dann denke ich, dass es nichts Besseres gibt als zu „Machen“. Ausprobieren. Fehler machen. Daraus lernen. Und nie aufhören, neugierig zu sein. Beobachten. Zuhören. Fragen. Antworten. Oft aber hat man dazu nicht die Zeit, weil man bis dato vielleicht zu lange nicht „gemacht“ hat und nun der Chef einem im Nacken sitzt oder Social Media gar zwingende Voraussetzung für einen neuen Job ist (was noch nicht allzu häufig der Fall ist). In einem solchen Fall möchte ich ein Buch empfehlen: „Social Media Relations“ von Bernhard Jodeleit.
Ich habe unzählige Blog-Postings und auch einige Bücher zu dem Thema gelesen. Noch nie aber ist es einem Autor gelungen, so strukturiert, allgemein verständlich und schlicht „richtig“ über den Einsatz von Social Media in Unternehmen zu schreiben. Jodeleit schreibt sowohl über das Schaffen wichtiger Grundlagen wie auch über das erste Aufsetzen geeigneter Tools, dabei verzichtet er bewusst auf Bullshit-Bingo und zeigt auch, dass Social Media nicht immer die Lösung für jedes Problem ist. Das sind aber nur die Basics, die lediglich für absolute Beginner interessant und wertvoll sind. Nun möchte ich nicht arrogant sein, aber mir wäre das zu wenig. Dafür habe ich, wie erwähnt, zu viel gelesen und auch ein wenig zu viel Erfahrung. Und hier gelingt Jodeleit die Quadratur des Kreises, indem er auch mich als versierteren Leser packt und mir Neues vermittelt. Kurz: „Social Media Relations“ gehört von jedem Kommunikationsprofi in Deutschland gelesen.
Disclaimer: Ich habe Bernhard Jodeleit bisher nicht persönlich getroffen, wir haben nur ein wenig – nicht immer freundlich – digital miteinander kommuniziert. Er hat mir das Buch allerdings kostenlos zur Verfügung gestellt, wofür ich ihm dankbar bin. Dieses Geschenk hat aber nichts mit meiner Beurteilung zu tun.
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