Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Die unnötigen Fehler des Dr. Frank Huber

Dr. Frank Huber ist ein kluger Mann. Zumindest halte ich ihn für einen solchen. Weil er mit seinem Blog, dem Madia-Blog, Geschehnisse aus der Medienbranche fundiert und vernünftig einordnet und kommentiert.

Was ich an ihm nicht besonders mag: Er verlinkt allzu selten andere Blogs. Ich weiß nicht, warum er das tut. Vielleicht weil er meint, dass im Zweifel eine Quelle genügt. Vielleicht gönnt er auch anderen das Scheinwerferlicht nicht. Ich keine seine Gründe, wie gesagt, nicht.

Was mir aber gar nicht gefällt, ist die Selbstherrlichkeit von Dr. Huber. Wie gesagt: Ich lese sein Blog gerne, weil der Mann ganz offensichtlich über fundiertes Wissen verfügt. Da interessiert es mich nicht die Bohne, dass sein Blog jetzt in diesem oder jenem Chart geführt wird. Und wenn er das der Welt mitteilen möchte, dann doch bitte als Randnotiz.

Und was ich noch weniger hinnehmen möchte: Das Betteln um Xing-Kontakte. Ganz im Ernst: Die Anzahl meiner Kontakte sagt nichts über deren Qualität aus. Sie haben 130 Kontakte? Herzlichen Glückwunsch. Wen interessiert denn das? Und wieso sollen wir uns jetzt bei Xing miteinander vernetzen? Ich lese Ihren Blog. Wenn Sie etwas schreiben, was gut ist, dann lobe ich Sie in den Kommentaren. Dazu sind die schließlich da. Oder ich verlinke sie. Das mache ich auch, wenn ich Sie, wie jetzt kritisiere. Das, was Sie da gerade veranstalten, lässt Xing zu einer Farce werden – und Sie in einem schlechten Licht dastehen. Und das haben Sie nun wirklich nicht nötig.

3 Kommentare zu “Die unnötigen Fehler des Dr. Frank Huber”

  1. Also, dann will ich mich zunächst mal für das Lob bedanken und Ihnen etwas von meinem Scheinwerferlicht gönnen. Doch was mich mal interessieren würde: Warum lässt mein Verhalten Xing zu einer Farce werden? Ich freue mich über diese Kontakte und habe sogar eine Liste meiner “Link-Schenker” aufgesetzt.
    Darf man denn in Blogs nicht über Anerkennung seiner tagaus tagein kostenlos geleisteten Arbeit schreiben? Darf man über Erfolge nicht reden?
    Ich rede drüber – und wer genau hinsieht, merkt dass es nur ein ganz geringer Anteil meiner derzeitigen Arbeit ist. Die ich auch für Sie gerne und kostenlos erbringe.

  2. Sachar sagt:

    Dr. Huber, schön, dass Sie auf meine Kritik sachlich eingehen.

    Was das Schreiben über Erfolg angeht: Ich sehe es ein, dass man auch diese protokollieren möchte. Nicht jeder hat die Sachkenntnis, um zu erkennen, dass Ihre Inhalte Auszeichnung genug sind. Solche Leute ködern Sie damit vielleicht. Ich persönlich halte das für etwas arrogant. Da prallen zwei Meinungen aufeinander, die zu widersprüchlich sind, als dass sie einen Kompromiss erlauben.

    Was Xing angeht aber, kann ich es einfach nicht verstehen. Viele halten die Anzahl der eigenen Kontakte für relevant. Oder möchten damit hausieren gehen (“Ich habe schon 700. Schau mal.”) Ich persönlich aber sehe Xing als eine Hilfe für mich selbst. Was machen meine Kontakte, mit denen ich irgendwann mal gearbeitet habe, heute? Dafür ist die Seite auch gedacht. Das, was Sie da gerade veranstalten, lässt mich hingegen vermuten, dass es Ihnen nur darum geht, die Anzahl Ihrer Kontakte in die Höhe zu schrauben, um damit vielleicht bei potenziellen Kunden einen zusätzlichen Trumpf zu haben. Und dass Sie die Kontakte erwähnen… Wem bringt denn das was? Was habe ich davon, wenn wir uns vernetzen und Sie mich in Ihrer Liste bringen? Werde ich dadurch wichtiger, schöner oder reicher? Sollte das der Fall sein, bin ich natürlich dabei. :-)

  3. Matthias sagt:

    Ich habe es auch in meinem Feed-Reader, das Media-Blog von Dr. Frank Huber, weil seine Artikel recht gut sind. Dass er wenig bis keine Links an andere Blogs vergibt, ist ein schweres Manko – das ihn selber aber am meisten straft.

    Denn wer wie er auf den Erfolg seines Blogs bedacht ist, dürfte eigentlich mit dieser Technorati-Authority (78) nicht zufrieden sein. Da ginge schon noch etwas mehr!

    Und wenn man schon den Erfolg eines Blogs an Social Networks binden wollte, wäre Facebook die bessere Wahl: Denn dort kann ich meine Blogposts ins Profil integrieren, so dass meine “Freunde”, so sie sich mein Profil ansehen, dort das Neueste aus meinem Blog unter die Nase gehalten bekommen. Bei Xing geht das nicht….

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