Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Mein erster re:publica-Tag

Vorweg: Ich war noch nie auf einem Blogger-Treffen und bin technisch auch wirklich nicht der Versierteste. Was ein Hashtag ist, habe ich gerade so noch mitbekommen. Da endet es aber auch schon. Alles, was mit php, html und zu vielen xx zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ehrlich, ich komme auch ohne dieses Wissen klar. Danke der Fürsorge.

Was mich auf der re:publica wahnsinnig fasziniert hat: Ich dachte ja immer, dass es eine Übertreibung sei, dass es keine Frauen auf solchen Veranstaltungen gebe. Aber nein, es ist wahr. Vielleicht zehn Prozent der Teilnehmer schienen weiblich zu sein. Auch interessant: Jeder kennt jeden. Irgendwie. Über den / das Blog, Twitter, Social Networks oder von anderen Konferenzen. Alles wie ein großes Klassenfest. Nur die richtig Coolen aus der Schulzeit, die fehlen. Die schon mit 12 rauchten und denen sogar die Lehrerinnen zu Füßen lagen. Dafür scheint sich kaum einer der re:publica-Teilnehmer zu rasieren. Bärte kreuz und quer – auch bei einigen der wenigen weiblichen Teilnehmerinnen. Worüber ich mir ernsthaft Sorgen mache: Microsoft müsste in den nächsten Monaten Pleite gehen. Alle arbeiten an Apple-Rechnern. Und die, die es nicht tun, haben einen Eee von Asus.

Programmatisch war der erste Tag eher durchwachsen: Die Diskussion „Die Zukunft der Social Networks“ war eine Zumutung. Was nicht mal an denn Teilnehmern lag. Kompliment an die Veranstalter, die mit Michael Brehm und Joel Berger den CEO bzw. Deutschland-Chef von studiVZ bzw. MySpace geholt haben. Dass das Ganze trotzdem verschenkte Zeit war, lag am Moderator Tim Pritlove. Der wollte sich lieber als Robin Hood der User verkaufen und klagte studiVZ / MySpace permanent an. So verlor die Runde das eigentliche Thema vollkommen aus den Augen. Wirklich eine Zumutung.

Der Qualitätsdebatte, bei der mit Thomas Knüwer, Stefan Niggemeier (endlich mal live gesehen) und Mercedes Bunz drei bloggende Journalisten am Podium saßen, fehlte das Konfliktpotential. Dafür haben es die Drei dann aber sehr unterhaltsam gemacht – unterstützt von Johnny Haeusler. Erkenntnis: Mercedes Bunz – ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals sagen würde – sieht durchaus fast „heiß“ aus.

Der Vortrag meines ehemaligen Kollegen Peter Schink zum Thema Twitter war sehr kurzweilig und gelungen. Ich hoffe, er stellt seine Materialien online. Da waren so viele Twitter-Applikationen in der Präsentationen, von den ich noch nie was gehört habe, dass ich die Links wohl noch mal schriftlich brauche.

Die „Web Side Story“, mein letzter Programmpunkt, war bestimmt nicht schlecht. Der große Teil des Saals schien sogar echt begeistert zu sein. Aber damit komme ich wieder zum Anfang, womit sich eine Klammer schließt: Ich bin nun mal kein Geek. Ging mir alles ein wenig zu weit. Aber hey, heute ist ja auch noch ein Tag.

2 Kommentare zu “Mein erster re:publica-Tag”

  1. Christian sagt:

    Die Linkliste zu Peter Schinks Twitter-Vortrag findest Du hier: http://linkbun.ch/7sp.

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