Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Twitter: Die Bilanz nach 100 Tagen

Nicht nur in der Politik ist es Usus, nach 100 Bilanz zu ziehen. Am 12. Februar war es ein Interview der Blogpiloten mit Klaus Eck, das mich dazu brachte Twitter zu erproben. Nun, 100 Tage später, kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat.

Im Gegensatz zu vielen anderen Twitter-Usern habe ich nicht lang geschaut, sondern gleich richtig losgelegt – wie es in meiner Natur liegt (entweder richtig oder gar nicht): Schon im Februar twitterte ich 123 Mal – immerhin etwa 7 Tweets am Tag. Mein Output-Hoch erreichte ich im April: 465 Tweets (15,5 am Tag). Damit gehöre ich definitiv zu den aktiveren Twitterern.

Wie auch bei vielen anderen Twitterern fällt auf, dass ich vornehmlich unter der Woche meinen Senf in 140 Zeichen von mir gebe. Klar, am Arbeitsplatz fällt es leichter, da habe ich zu Beginn über die Seite von twitter direkt gezwitschert, bevor ich das Firefox-Addon TwitBin für mich entdeckte. Mittlerweile bin ich aber auf das Programm NatsuLion umgestiegen – und durchaus zufrieden. Unterwegs zwitschere ich vom iPhone über Hahlo.

Twitter wird auch oft als Micro-Blogging bezeichnet. Insofern zurecht, weil ich häufig nicht nur „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“ – also wenn auch freundliche, doch aber eigentlich sinnfreie Kommentare – sage, sondern das von mir gebe, was mir wichtig erscheint – aber schneller publiziert werden muss, als es sich in ein Blog-Post verpacken lässt. Eine wesentliche Eigenschaft des Bloggens, die Möglichkeit des Dialogs, nutze ich sehr intensiv: 37,7 meiner Tweets waren nicht nur der Allgemeinheit sondern ganz bestimmten Usern bestimmt, also Antworten auf deren Tweets.

Ich folge 67 Twitter-Usern – unter der Woche sind es mir zu Viele, am Wochenende nicht genug. Das liegt natürlich daran, dass am Wochenende Offline vorgeht und – wie auch ich – Viele das Virtuelle virtuell sein lassen. 119 Twitter-User folgen mir – ich hoffe, dass sie es gerne tun (Leider fehlt mir nach wie vor ein Dienst, mit dem sich anzeigen lässt, wer einem seit wann folgt. Kann eventuell jemand helfen?).

Ich weiß nicht mehr, wann mich Twitter wirklich begeistert hat. Ich weiß nur, warum mir der Dienst so gut gefällt: Weil ich kein besseres Medium kenne, um mit Anderen zu interagieren. Gewisse Informationen verbreiten sich über Twitter wesentlich schneller als über klassische Medien. So erfuhr ich vom Erdbeben in China via Twitter. Ebenso von der Entlassung Slomkas als Schalker Trainer.

Auch wenn es nicht immer gern gesehen wird: Ich nutze Twitter, um auf Posts aus der eigenen Feder zu verweisen. Ich möchte nicht behaupten, dass ich das mit großem Erfolg tu, weil sich Erfolg in der Sache schwer bemessen lassen würde – aber mit großer Wirkung. Posts, auf die ich via Twitter hinweise, werden wesentlich häufiger aufgerufen als Solche, bei denen ich es nicht tu.

Ich kann Jedem, der etwas zu sagen hat, Twitter empfehlen. Das ist mein uneingeschränktes Fazit.

Btw: Die Statistiken zu Twitter kann man für meinen Account hier entnehmen und hier für jeden anderen Account erstellen lassen. Und hier kann man mir folgen.

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