Lobo: So wird es nichts mit der Weltherrschaft
Sascha Lobo hat ein eigenes Verständnis von Arbeit, dem man nicht bedingungslos positiv gegenüber stehen muss. So äußerte er auch im Rahmen der re:publica 08, dass er nur einen Tag in der Woche für adical (mittlerweile firmiert der Vermarkter unter dem Namen Adnation) tätig sei. Was er gerade in einem Interview insofern relativierte, als dass es „ein Beispiel dafür“ sein sollte, „dass wir alle auch andere Jobs haben.“ Ist ja auch nicht schlimm, viele Menschen machen viele Dinge gleichzeitig – und sind damit in vielen Bereichen erfolgreich. Über den Erfolg oder Misserfolg von Adnation kann man streiten, 250.000 Euro Jahresumsatz 2007 sind in der Tat keine schlechte Hausnummer. Aber: An der Tatsache, dass sich Blogs nach wie vor nicht wirklich erfolgreich vermarkten lassen, spricht auch gegen Lobo.
Nun hat er im besagten Interview Folgendes verraten: „Wir streben dieses Jahr an, uns einen Kooperationspartner zu suchen, auch, um besser Investitionen tätigen zu können. Auch wenn einzelne andere Vermarkter interessiert sind, haben wir noch keine konkreten Kooperationspläne. Es ist aber auch klar, dass Adnation nur dann weiter wachsen kann, wenn es sich mit einem Partner aufstellt.“ Nur: Wer möchte in ein Unternehmen investieren (ob nun monetär oder strategisch), wenn die Mitarbeiter nicht mit dem ganzen Herzen – was bei Adnation mit Sicherheit nicht der Fall ist – und vor allem mit Kopf nicht ganz bei der Sache sind?
So schön diese ganze St.Oberholtz-Wir-nennen-es-Arbeit-iPhone-Attitüde ist, irgendwann müssen wir erwachsen werden. Sonst wird es nichts mit der Weltherrschaft.

Der Counter simuliert ja was von 3 Tagen vor sich hin, scheint aber eher nicht zu laufen. Ich glaube wir müssen die Weltherrschaft wohl doch selber erringen.