Hingeschaut: Mad Men

Eher durch Zufall entdeckte ich die amerikanische Serie „Mad Men“. In meinem Thailand-Urlaub im November passierte es, dass ich im Hotelzimmer in Bangkok kein anständiges englischsprachiges Programm finden konnte – bis auf eben Mad Men.
In der Serie, die in den frühen 60ern spielt, geht es um den amerikanischen Werber Don Draper und sein Leben. Vordergründig könnte er Testimonial in einer seiner Kampagne für den amerikanischen Traum sein: Wunderschönes Haus, noch schönere Frau, zwei kleine reizende Kinder und dazu auch noch im Job sehr erfolgreich. Doch hinter der Fassade bröckelt es…
Mad Men überzeugt mich aus mehreren Gründen: Erstens ist es faszinierend zu sehen, wie es war, als Männer noch echte Männer waren und sein mussten, zweitens bekommt man einen nicht ganz unrealistischen Einblick in die Werbewelt der 60er Jahre in den USA, und schließlich gibt es eine ganz brillante Erzähltechnik zu bewundern: Ganz langsam und leise entwickeln sich die Charaktere Folge für Folge.
Ich wage mal zu behaupten, dass Mad Men damit im deutschen Fernsehen keinen Blumentop gewinnen würde. In den USA geht das Rezept blendend auf, so dass die Serie nicht nur zwei Golden Globes 2008 gewinnen konnte (u.a. als beste Drama-Serie) sondern auch gleich 16 Emmy-Nominierungen erhielt. Daher ist es besonders schade, dass eine so intelligente und großartig produzierte Serie wie Mad Men es nicht bis nach Deutschland schafft. Zumal man in Australien, Bulgarien, Kanada, Finnland, Frankreich, Ungarn, Irland, Israel, Italien, Polen, Serbien, Südkorea, Spanien, Schweden, Türkei und England einen Sendeplatz für Mad Men gefunden hat.
Übrigens: Wer die erste Staffel im englischen Amazon-Shop bestellt, spart gegenüber dem Import im deutschen Amazon-Shop mehr als nur einige Euro.

Ja, und wer bei Amazon UK bestellt, der sollte sich auch gleich sämtliche Staffeln der US Serie “Entourage” bestellen. Eine unglaublich gute Serie, die in Amerika schon in der 5. Staffel läuft, es aber eigenartigerweise noch nicht in das deutsche Fernsehen geschafft hat. Die Serie läuft im Amerikanischen Pay TV bei HBO und kann getrost als das “Sex and the City” für die Männerwelt bezeichnet werden. Es geht um einen Schauspieler, der es aus ärmlichen Verhältnissen nach Hollywood geschafft hat und der dort nun mit seiner Entourage lebt und abeitet. Mann bekommt bei der Serie einen guten Einblick, wie die Glitzerwelt von Hollywood so funktioniert und das auf eine sehr “coole” Art und Weise. Wer sich übrigens für die Abläufe in Hollywood interessiert sollte sich dann auch gleich noch im Amazon UK Shop die Serie “Studio 60 on the Sunset Strip” bestellen, die von den Produzenten von “West Wing” stammt und unverständlicherweise nach einer Staffel abgesetzt wurde.