Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Share Infomation!

“When you give people easier ways to share information, more good things happen.”
Evan Williams, Gründer von twitter
via

Genau darum soll es in diesem Posting gehen, um das Teilen von Informationen. Tapio hat in einem Beitrag etwas niedergeschrieben, was mir auf der Seele brennt: Er formuliert einen Appell, mehr Menschen – und insbesondere Entscheidungsträger – für moderne Kommunikation zu begeistern. Folgt seinem Aufruf und werdet Brandstifter.

Vor ein paar Tagen habe ich mich zuerst mit meiner Freundin und anschließend noch mit einem Freund darüber unterhalten, dass facebook wahnsinnig viel Potenzial und Geld verschleudert, indem es nicht die Meinungsführer in den jeweiligen Netzwerken lokalisiert und ihnen die Chance gibt, Mundpropaganda zu betreiben – also quasi ein eigenes trnd in facebook implementiert. Es ist kein Wunder, dass ausgerechnet, trnd-Martin darstellt, welche Methoden es gibt, um Meinungsführer zu orten.

Und schließlich: 2009 wird, ich wiederhole mich da gerne, das Jahr sein, indem Social Media zur Pflichtaufgabe in der Kommunikation wird. Agenturen, die nicht imstande sein werden diese Lücke mit qualifiziertem Personal zu füllen, werden nicht mehr in der Lage sein, ganzheitliche Kommunikation zu betreiben und mittelfristig Etats verlieren. Wie wird sich Social Media entwickeln? Einschätzungen dazu gibt es hier.

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5 Kommentare zu “Share Infomation!”

  1. Sachar, der Gedanke ist natürlich sehr naheliegend. Nur – trnd in Facebook ist nicht so einfach wie es klingt. Aus zwei Gründen: 1. Unsere wichtigste Kompetenz liegt im Dialog und Umgang mit den Mitgliedern. Das wird leicht unterschätzt. Aber die meisten Firmen haben weder die Kompetenz noch das Interesse, mit 5.000 Leuten im Rahmen einer Kampagne einen mehrwöchigen Dialog zu führen. Geschäftsmodelle von Unternehmen wie Facebook basieren auf rein technischer Skalierung. Die wollen nicht immer mehr Leute einstellen. Sondern die wollen technische Lösungen, die Geld verdienen (Gelddruckmaschinen wie Google Ads). 2. Selbst WENN die Leute bei Facebook alle Prozesse vorbereitet hätten, damit es funktioniert…: Warum sind Menschen Mitglied bei Facebook? Weil sie mit Freunden Kontakt halten wollen. Warum sind Leute Mitglied bei trnd? Weil sie Produkte mit Freunden erleben wollen. Mit anderen Worten: bei Facebook ist Marketing letztlich immer Spam. Bei trnd ist es der Grund, warum die Leute kommen.

  2. puh sagt:

    ich glaube sie haben das internet überhaupt nicht verstanden. null

  3. Sachar sagt:

    Martin, ohne jeden Zweifel: trnd leistet einen ganz ausgezeichneten Job. Allerdings denke ich, dass auch anderen Unternehmen das hinbekommen würden, natürlich müssten sie dazu eben in der Lage und willens sein, mit den Nutzern im ständigen Kontakt zu stehen. Da gebe ich Dir zu 100 Prozent recht. Ich sage ja nicht, dass facebook das mit seinen über 100 Millionen Mitglieder schaffen kann, aber man könnte eben die Multiplikatoren (das müssten in der Regel diejenigen Mitglieder mit den sehr vielen Kontakten sein) identifizieren, kontaktieren und sie als Botschafter nutzen. Am Ende könnten sowohl werbende Unternehmen, als auch facebook als auch die Nutzer davon profitieren. Ich sage nicht, dass dieses System sofort funktionieren würde. Man müsste es konzipieren und Mühe darin investieren, aber ich denke, es wäre es ein gutes Monetarisierungsmodell – einfach weil facebook sehr viel über seine Nutzer weiß.

  4. Prinzipiell stimme ich zu. Allerdings: angenommen, Du bist ein Facebook-Mitglied, das 1200 Kontakte hat und extrem intensiven Austausch auf der Plattform betreibt, viel bei anderen kommentiert und viele andere kennt, die bei Dir kommentieren. Wenn sich dann eine Marke bei Dir meldet, muss sie schon sehr vorsichtig sein – denn Du weißt ja um Deine Rolle als Kommunikator. D.h. eigentlich müsste Facebook hier eine Weile lang genau beobachten, welche Marken bei Dir in der Kommunikation eine positive Rolle spielen. Es müsste untersuchen, welche Marken Du lobst und von welchen Du schwärmst. Und dann erst – wenn das erkannt ist – solchen Marken ein Angebot machen, und wiederum von denen mit einem speziellen Angebot auf Dich zukommen. Das ist schon sehr viel händische Arbeit.

  5. Sachar sagt:

    Genau dieses Prozedere hatte ich im Kopf. Nun ist es natürlich spekulativ, aber im Jahr 2009 müsste ein Unternehmen wie facebook in der Lage sein, all das automatisch auszuwerten. Wenn das der Fall ist – und davon gehe ich eben aus – dann wirst Du mir doch zustimmen, dass das ein formidables Geschäftsmodell für facebook wäre, oder?

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