Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Meine sieben goldenen twitter-Regeln

Gewisse Dinge kann man nicht oft genug sagen: Geh nicht bei Rot über die Ampel, sag immer freundlich Guten Tag, schau Deinem Gegenüber in die Augen und twitter nicht wie ein Idiot. Ja, der letzte Punkt ist wichtig. Ganz besonders wichtig sogar. Weil sich gerade sehr Viele wie Idioten aufführen, wenn es um twitter geht.

Da ist vor allem das massive Verlangen, Sascha Lobo als deutschsprachigen Nummer-Eins-twitter-Nutzer abzulösen. Wie also schafft man es – möglichst innerhalb von 24 Stunden – 5000 oder mehr Follower zu akquirieren? Eventuell indem man selbst 50000 Leuten folgt. Nur entsteht dabei sehr wenig Nutzen, wenn man twitter ausschließlich an der Zahl seiner Follower bemisst.

Viel wichtiger ist es, ein Netzwerk aufzubauen, das den eigenen Interessen entspricht. Und das geht so:

Lokalisieren, wer über die Themen twittert, die mich interessieren und diesen Leuten folgen.
Mich rege an Diskussionen beteiligen.
Fragen stellen.
Interessante Seiten, Beiträge und News linken.
Antworten geben.
Mich nicht verstellen.
Geduld haben.

Das sind meine sieben goldenen twitter-Regeln, mit denen ich zwar keine 1000 Follower für mich gewinnen konnte, aber immerhin doch über 600. Und anhand der Reaktionen, die ich auf einige meiner tweets erhalte, sind viele der über 600 weitaus wertvoller, als wenn ich mir 5000 erspamt hätte.

Denn auch wenn Viele twitter als Sport verstehen und sich an ihren Follower-Zahlen messen, darum geht es nicht. Worum es wirklich geht, sind qualitativ hochwertige Anregungen, Diskussionen und Links. Wenn man sich gut unterhalten will, geht man auch nicht in ein ausverkauftes Fußball-Stadion, das 30000 Leute fasst, sondern trifft einige wenige gute Freunde, mit denen man sich in Ruhe und entspannter Atmosphäre unterhält. Eben das ist twitter. Und ebenso wenig, wie man Freunde innerhalb von wenigen Tagen findet, erhält man innerhalb eben dieser kurzen Zeitspanne ein gutes twitter-Netzwerk. Insofern: Ruhig bleiben.

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4 Kommentare zu “Meine sieben goldenen twitter-Regeln”

  1. Valentin sagt:

    Guten Morgen Sachar,

    du sprichst mir im gesamten ersten Teil aus der Seele. Was ich aber nicht verstehe: Wenn auf der Straße jemand unfreundlich ist, schallt es schnell auch mal unfreudnlich zurück. Bei Twitter erlebe ich das oft anders: Da spamt jemand fröhlich und folgt 3000 Leuten, hat selbst aber nur 20 Follower, einen Tag später gucke ich auf den Account und er hat 500. Dieses Verhalten wird also oft belohnt. Schade, genau wie im Alltag ist hier Konsequenz und Zivilcourage gefragt. Ich kann mich nicht einerseits über Spam beschweren, aber andererseits per Auto-Follow allem und jedem folgen, dass nicht schnell genug auf den Bäumen ist. Ich habe in der vergangenen Woche jede Anfrage dieser Art sofort geblockt, habe den Nutzernamen an twitter.com/spam übermittelt und siehe da: In fast allen Fällen wurden die Accounts von Twitter gesperrt. Sicher, weil ich nicht der einzig verärgerte gewesen bin. Es funktioniert also – Twitter scheint sich dabei konsequent an der Ratio von folgend/gefolgt zu orientieren.

    Ein seichter Einspruch noch zu deinem letzten Teil: Ich denke, ja, für dich, für mich, für viele andere ist das Twitter: Gehaltvoller Dialog mit nicht all zu vielen. Erstmal ist Twitter aber nur ein Tool für mich und wäre ich Obama, würde ich es gerne als Sendekanal benutzen, hätte trillionen Follower und ein perfektes Werkzeug, die schnell zu informieren. Und auch das ist ein völlig legitimer Weg, Twitter zu nutzen.

  2. Sebastian sagt:

    Amen. Wie man in den Wald ruft…
    @Valentin: dass dem Spammer am nächsten morgen 500 Leute folgen liegt daran, dass 480 Leute entweder selbst followergeil sind oder aber den Sinn noch nicht erkannt haben.

  3. axxelerate sagt:

    weniger ist mehr. also nicht nur kurze nachrichten sondern keine nachrichten.
    spart zeit & hirn

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