Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

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Lesenswert (2)

16. August 2010 | Gelesen | 0 Kommentare

Gelesen, für gut befunden und hiermit empfohlen…

Schon komisch; ein paar Wochen sind vergangen, seitdem Thomas Wiegold sein Ende beim Focus bekannt gegeben hat, doch erst jetzt ist mit Thomas Knüwer jemand auf die Idee gekommen, ihn zu den Gründen und der Zukunft zu fragen. Ich schätze Thomas Wiegold sehr, vor kurzem haben wir noch darüber spekuliert, ob es jemandem in Deutschland gelingen könnte, ein gutes politisches Blog (fernab von Medien- und Netz-Themen) in Deutschland zu verankern – dass es ausgerechnet Thomas selber machen würde, haben wir damals wahrscheinlich beide nicht gedacht.

Da ich zu flattr schon was geschrieben habe: Wenn Bilder mehr als Worte sagen

Es ist schon ein wenig bizarr, dass mit Les Mads ausgerechnet ein Blog für Frauen-Mode seit nunmehr zwei Jahren meine Beachtung und Bewunderung findet. Umso mehr freue ich mich, dass Herbert im neuen Les Mads-Netzwerk über Herren-Bekleidung schreibt.

Als ich zum Start des neuen Fußball-Blogs „2 von 80 Millionen“, das ich gemeinsam mit Amir Kassaei betreibe, schrieb, Deutschland bräuchte einen neuen Lothar Matthäus, meinte ich damit gewiss nicht den Lothar, der sich in den letzten Wochen Jahren zum Gespött machte. Und zwar so sehr, dass nun sogar Stefan Niggemeier, der, soweit ich weiß, nicht der allergrößte Fußball-Fan ist, in der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung etwas über den deutschen Rekordnationalspieler Rekorddeppen schrieb.

Wer sich mit dem Einsatz von Social Media in Unternehmen beschäftigt, sollte sich ebenso auch in Sachen Krisenkommunikation schlau machen. Kann nicht schaden. „10 Punkte, die eine gute Krisenkommunikation ausmachen“ hat Anika Geisel zusammengestellt.

Es ist eine großartige Idee und eine großartige Geschichte zugleich: Sprachunterricht per Skype. Glovico heißt das Unternehmen, das es anbietet. Gleichzeitig kann mit der Nutzung von Glovico Menschen aus Lateinamerika oder Afrika finanziell unterstützen. Gründer Tobias Lorenz im Interview auf jetzt.de.

Und schließlich ein Buch, das ich lesen will, lesen muss: „Freedom“ von Jonathan Frantzen. Jörg Häntzschels Artikel ebenfalls bei jetzt.de macht mir noch mehr Lust darauf, als ich ohnehin bis dato hatte.

Das Ende der Beta

1. Juni 2010 | Geschrieben | 5 Kommentare

Seit einigen Wochen schon ärgere ich mich und weiß nicht, ob ich mich mehr über die Ursache oder meine Reaktion aufrege.

Seit knapp zwei Monaten habe ich ein iPad. Und auch wenn es toll ist, das It-Gadget der Stunde zu besitzen, kann ich dem Gerät noch immer nicht viel abgewinnen. Wirklich gute Apps musste man vor allem bis letzten Freitag mit der Lupe suchen. Seit dem Deutschland-Start sind ein paar Highlights hinzugekommen, trotzdem aber springt bei mir der Funke nicht über.

Seit einigen Wochen wird flattr von der Blogosphäre und nun auch von einigen Online-Medien wie der taz genutzt. Auch ich habe schon hier über flattr und die damit verbundenen Möglichkeiten geschrieben. Meine anfängliche Begeisterung ist ein wenig gewichen, weil ich bei facebook nur unzureichende Antworten auf Fragen bekomme. Gerade zu Beginn eines Dienstes denke ich, dass es wichtig ist, die wachsende Community mit so viel „Futter“ wie möglich zu versorgen.

Lange war ich auf der Suche nach einem Tool, das mir durch den Dschungel des Alltags hilft. Seit gut zwei Wochen setze ich TheDeadline ein und bin auf der einen Seite von den Funktionen begeistert, auf der anderen Seite erschüttert, dass mobile Apps für Android und iPhone fehlen, die mobile Ansicht kaum existent und die Benutzerführung alles nur nicht selbsterklärend ist. Anfragen via facebook werden zögerlich beantwortet, auch wenn ich zugeben muss, dass man mich per Mail kontaktiert hat und dem Team die Mühe eines Dialogs nicht ganz abzusprechen ist.

Worauf ich aber hinaus möchte, ist ein Wandel, den ich beobachte: Das Ende der Beta. Wer erinnert sich nicht daran, wie es noch vor wenigen Jahren war, als neue Dienste das Licht der Welt erblickten und es ganz selbstverständlich war, dass Funktionen fehlten oder einige Kleinigkeiten nicht funktionierten? „Halb so schlimm, ist ja noch in der Beta“, hieß es dann. Und es stimmt, es war nicht schlimm. Heute jedoch sind digitale Dienste für fast alles vorhanden, so dass eine Beta, also das Zugestehen von Zeit, um sich Feedback von Nutzern einzuholen, nach hinten losgehen kann. Wieso soll ich TheDeadline ohne App nutzen, wenn es zig andere Dienste gibt, die weiter sind? Wieso soll ich flattr nutzen, wenn schon in der Startphase Verbesserungsvorschläge, die in meinen Augen eminent wichtig sind, nicht mal beantwortet werden? Und wieso soll ich viel Geld für das iPad ausgeben, wenn es mir heute keinen echten Nutzen bringt?

Was mich bewegt: Ist die Beta wirklich ausgestorben, oder bin nur ich ungeduldiger und anspruchsvoller geworden?