Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Artikel getagged für ‘itunes’

iTunes in Spendierlaune

27. Dezember 2008 | Geschrieben | 0 Kommentare

Weihnachten ist vorbei. Wer aber von iTunes in den nächsten zehn Tagen beschenkt werden möchte, sollte diesem Link hier folgen. Heute gibt es eine Aneinanderreihung sehr lustiger Stromberg-Szenen, gestern gab es ein Musikvideo von The Ting Tings. Noch bis zum 6. Januar läuft die Aktion, bei der man Musik, Musikvideos und TV-Sendungen kostenlos erhält. Jeden Tag gibt es einen Download – genau 24 Stunden lang. Stromberg gilt also nur bis heute 23.59 Uhr.

Wunderbare Musik

25. Dezember 2008 | Geschrieben | 0 Kommentare

Das Internet ist so wunderbar. In diesen Tagen vergessen wir das hin und wieder, wenn wir einzig und allein über Monetarisierungsmöglichkeiten und Blasen sprechen, aber: Das Internet ist so wunderbar. Jeder hat Zugriff auf Wissen, niemand muss sich mehr einen Brockhaus für viel Geld kaufen. Schließlich gibt es Wikipedia. Ich muss auch nicht zu einem Kiosk fahren und mir eine Tageszeitung kaufen, steht ja alles online bei Spiegel Online, Welt Online und vielen anderen Publikationen. Niemand muss Musik kaufen, gibt es auch alles online – bei roccatune, last.fm oder Deezer.

Vor allem die Möglichkeit, kostenlos Musik zu hören, begeistert mich. Dadurch entdecke ich neue Künstler, weil ich ohne Kosten und Risiko mir einen Song oder auch ein komplettes Album anhören kann. So bin ich auch auf Justin Nozuka. Justin ist gerade mal 20 Jahre alt, Kanadier mit japanischen Wurzeln und könnte der nächste Jason Mraz bzw. Jack Johnson bzw. John Mayer bzw. James Morrison werden. Mir hat es nicht gereicht, sein Album „Holly“ kostenlos zu hören, ich habe es bei iTunes gekauft. Auch so eine Errungenschaft des Internets. Und nicht zu vergessen Youtube. Über unseren Kooperationspartner jetzt.de bin ich auf Julia Nunes gestoßen. Die spielt weltbekannte Songs auf ihrer Ukulele nach – und das mit so viel Charme, dass man auf dem heimischen Sofa mitsingt. Das Internet ist so wunderbar.

Julia Nunes singt „Brighter than Sunshine“ von Aqualung, einen meiner Lieblingssongs.

mufin: Musik wird demokratisch

22. November 2008 | Geschrieben | 4 Kommentare

Mit Empfehlungen ist das so eine Sache. Vor etwa drei Wochen, als ich noch auf Bali war, erlebte ich, wie heikel es ist, wenn man blind auf Ratschläge von Freunden oder Bekannten hört: Ich soll mir doch einen Strand anschauen, angeblich Balis schönste Küste. Ohne jetzt in die Einzelheiten zu gehen: Aber das, was ich sah, entsprach nicht meinen Erwartungen. Gar nicht. Einmal mehr wurde mir da klar, dass Empfehlungen von Dritten nur dann sinnvoll sind, wenn man die gleichen Interessen, Vorlieben und eine ähnliche Lebensweise hat. Ist dieser Fall nicht gegeben, könnte man schnell enttäuscht werden.

Empfehlungssysteme sind aktuell gerade in der Musikindustrie ein sehr großes Thema. last.fm verdankt seinen Aufstieg zur weltgrößten Musik-Community einem einfachen Prinzip: Mir wird Musik vorgeschlagen, die mir gefallen könnte. Das Prinzip basiert auf den Hörgewohnheiten anderer Nutzer.

Mittlerweile sind die technologischen Möglichkeiten so weit fortgeschritten, dass Programme ebenfalls in der Lage sind, Musik zu empfehlen. Apple hat unlängst iTunes um das Empfehlungssystem Genius erweitert. Bisher ist aber nicht hinreichend geklärt, auf welchem System die Empfehlungen basieren. Mein bisheriger Favorit war Pandora. Dort wurden die Songs nach 250 Kriterien von einer Redaktion bewertet. Allerdings ist Pandora schon seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland aufgrund von Lizenzrechten verfügbar.

Eben diese Lücke ausfüllen könnte mufin. Bei mufin wird ein Song nach 40 Kriterien (wie etwa Klangdichte, Tempo oder Instrumentierung) automatisch nach der so genannten „Audio Fingerprinting“-Technologie bewertet. Auf der mufin-Seite kann das jetzt jedermann in der offenen Beta testen. Ähnliche Musik wird also nicht mehr nach den Hörgewohnheiten Anderer sondern ausschließlich nach ihrer Struktur empfohlen. Das erleichtert den Zugang zu neuer Musik und stellt insofern eine Revolution dar, als dass es bei mufin vollkommen unerheblich ist, aus welchem Jahrzehnt ein Song stammt, ob er jemals populär war oder ob die Plattenfirma, die ihn veröffentlicht hat, ein großes Marketing-Budget investiert hat. Insofern ist mufin, das vom Fraunhofer Institut und von der Magix AG entwickelt wurde, das demokratischste aller Empfehlungssysteme.

mufin wurde sowohl international von Techcrunch als auch national von netzwertig in den höchsten Tönen gelobt. Besser kann ein Start kaum erfolgen. Nur eins kann mufin nicht: Die empfohlene Musik kostenlos in voller Länge abspielen. Womit ich einmal mehr roccatune ins Spiel bringen möchte.