Über 1.000 Mode-Shootings hat Albert Watson mittlerweile hinter sich. Wer nur einmal eine solche Session erlebt hat, wird verstehen, dass Watson mehr sein muss als nur ein Meister am Photoapparat. Ein guter Photograph ist schließlich zugleich auch Psychologe für Models (und nicht selten auch ihren Agenten), Choreograph, Künstler und Virtuose.
Albert Watson aber ist nicht nur ein guter Photograph, er ist kurz davor, den Legendenstatus zu erreichen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Stars wie Mick Jagger, Kate Moss, Johnny Depp oder Jack Nicholson nicht lange überredet werden mussten, um vor seine Linse zu treten. Seine Photographien sind nicht nur Abbild der Wirklichkeit sondern auch stets Spiel mit der Erotik.
Dass Watson sehr viel mehr beherrscht als das Portrait, ist noch bis zum 17. Januar in der Galerie Camera Work zu sehen. Wer es nicht bis nach Berlin schafft, kann sich die große Watson-Ausstellung im NRW-Forum in Düsseldorf noch bis zum 18. Januar anschauen.

Wer ein Faible für Mode und zugleich für Fotografie hat, der wird sich über die Eröffnung der Galerie für Modefotografie freuen. Am Freitag öffnete diese ihre Pforten und wird künftig Besuchern jeweils vom Donnerstag bis Samstag zwischen 12 und 18 Uhr offen stehen (und nach Vereinbarung).
Kirsten Hermann, die die Galerie initiierte, arbeitet als Stylistin seit über zehn Jahren mit Fotografen zusammen und verfügt durch ihre Tätigkeit über gute und wichtige Kontakte. Die erste Ausstellung, die man noch bis zum 15. Januar 2009 bewundern kann, zeigt Fotografien von Frederike Hellwig. Die Motive sind zwischen 2002 und 2008 für die Teen Vogue entstanden.
Die Galerie für Modefotografie befindet sich in der Schröderstr. 13 in Berlin-Mitte.