Postings, die mit den Worten „Hier ist es in den letzten Wochen sehr ruhig gewesen“ beginnen, mag ich nicht. Und trotzdem ist es hier in den letzten Wochen sehr ruhig gewesen. Und ja, das ärgert mich massiv. So sehr, dass ich dieses Posting verfasse. Gegen meinen Willen. Und hauptsächlich aus Pflichtbewusstsein. So wie ich es hasse, Pfandflaschen in den Supermarkt zu bringen und es manchmal einfach tun muss, weil sie den Platz in der Küche rauben. So sehr muss ich mich von einigen Themen befreien, die ich in den letzten Wochen zu eigenständigen, autonomen, wertvollen Beiträgen verfassen wollte – und es einfach nicht gemacht habe. Nicht nur weil der Zeitpunkt dafür fast nie der Richtige war sondern weil ich einfach keine Lust hatte.
Dieses Blog war für mich immer auch ein Punkt des Rückzugs, der Besinnung (auch wenn das nicht immer spürbar war und ist) und der Ruhe. Eben diese Ruhe habe ich zuletzt verloren. Ich merke das vor allem in Gesprächen, wenn ich nervös werde und mein Gegenüber nicht ausreden lasse. Ich möchte bei all denen, die ich zuletzt nicht zu Wort kam, um Entschuldigung bitten. Es tut mir ehrlich leid. Wieso das so ist, kann ich derzeit noch nicht abschließend begründen. Vielmehr versuche ich dagegen anzukämpfen und eine Besserung zu erzwingen.
Nun aber zu den besagten Themen:
Matt Beaumont, über den ich bereits hier geschrieben hatte, hat eine Fortsetzung von „E-Mail an Alle“ geschrieben. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und möchte es ausdrücklich empfehlen. Es ist ebenso amüsant wie der erste Teil – wenn auch versöhnlicher.
Ich habe letzte Woche auf dem PR 2.0 Forum über „Kommunikation in Echtzeit“ sprechen dürfen. Die Veranstaltung war klasse – auch weil sie viele Leute anlockte, die bisher in Sachen 2.0 wenig aktiv waren und somit ein Dialog entstand, in dem es nicht nur darum ging, wie toll die Moderne ist, sondern auch welche Faktoren durch die schnelle Kommunikation auf der Strecke bleiben.
Das neue Album von Muse ist super.
Das neue Album von Max Herre ist super.
Das neue Album von Jan Delay finde ich totlangweilig.
Ich habe Spotify verstanden. Allerdings erst seitdem das schwedische Startup seine iPhone-App gelauncht hat. Darüber wurde viel geschrieben, am besten hat das, wie so oft, Martin Weigert bei netzwertig analysiert. Es gibt übrigens auch aus Deutschland heraus eine Möglichkeit, Spotify und die App zu nutzen. Wie erfährt man bei Google (so viel Ehrgeiz solltet Ihr schon mitbringen).
Den Schlämmer-Film fand ich nicht besonders.
Ich habe den Glauben daran, dass Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt, verloren.
Wir haben scoyo in den USA gelauncht.
Wie wird es hier weitergehen? Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Solange mir die Ruhe für mich selbst fehlt, wird es hier weiterhin nur sporadisch Updates geben. Das tut mir leid. Nicht nur Euch sondern auch mir selbst gegenüber.