Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

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Hausmitteilung

3. Mai 2009 | Geschrieben | 9 Kommentare

Am Donnerstag war mein letzter Tag bei der roccatune GmbH & Co. KG. Ich verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch und möchte mich in erster Linie bei einem unglaublichen Team bedanken. Selten zuvor habe ich in einer so freundlichen, ja freundschaftlichen Atmosphäre arbeiten dürfen. Wir haben gemeinsam das erste deutsche kostenlose und legale Streaming-Portal aufgezogen und dafür gesorgt, dass sich roccatune am Mark positioniert und bewährt hat. Ich danke vor allem meinem Chef bei roccatune, Constantin Thyssen. Unser Verhältnis entwickelte sich schnell von einem reinen Arbeitsverhältnis hin zu Freundschaft. Ich danke Dir, Constantin, für die Freiheit und das Vertrauen, das Du in mich gesetzt hat. Ich freue mich auf unsere künftigen Treffen.

Ich möchte mich auch bei allen Journalisten und Bloggern bedanken, die über roccatune berichtet haben und mir geholfen haben, roccatune bekannt zu machen. Ich bin nach wie vor überwältigt, wie viel Feedback und Anregungen wir bekommen haben.

Ab dem morgigen Montag werde ich als Head of Public Relations für die scoyo GmbH in Hamburg tätig sein. scoyo ist eine innovative Lernplattform und bietet schulpflichtigen Kindern (derzeit 1. bis 7. Klasse) Lerninhalte aller 16 Bundesländer, die spielerisch vermittelt werden, an. Wer mich persönlich kennt, weiß, wie wichtig mir nachhaltige Schulbildung und der Spaß am Lernen ist. Insofern stimmt die Philosophie von scoyo, die Notwendigkeit zum Lernen mit Spaß am Lernen zu verknüpfen, mit meiner Denkweise komplett überein. Ich freue mich sehr auf die zukünftigen Kollegen, Aufgaben und Herausforderungen.

Pete Doherty: Wer hätte das gedacht?

24. März 2009 | Geschrieben | 5 Kommentare

Pete Dohery ist mir eigentlich ziemlich egal. Seine Musik, die er mit seiner ersten Band The Libertinies sowie mit seiner zweiten Band Babyshambles gemacht hat, ist komplett an mir vorbeigegangen. Spätestens seit Doherty durch zahlreiche Drogenexzesse und die vielen Skandale, die er während der Beziehung mit Kate Moss fabrizierte, auffiel, war mir der Brite nicht nur egal sondern verhasst. Nennt mich altmodisch, spießig oder bieder, aber ich halte nichts davon, vor der Kamera Drogen zu nehmen und somit etwas zu bagatellisieren, was Jugendliche umbringen kann. Bis vor einer Woche war für Pete Doherty in meinem Leben kein Platz.

Dann habe ich sein neues Album „Grace / Wastelands“ gehört. Und verstanden. Dass Doherty in erster Linie ein Musiker ist, der gute Songs schreibt. Lieder, die man auch noch in 30 Jahren hören wird. „Grace / Wastelands“ kommt bei den Kritikern gut weg und erhält dabei die Attribute charmant, clean, klug oder zart. Wer hätte das Peter Doherty zugetraut?

Zugegeben: Nie im Leben hätte ich mir Dohertys Album angehört, wenn wir bei roccatune es nicht kostenlos anbieten würden. Ich hätte es einfach verpasst, an mir wäre ein wunderschönes Stück Musik einfach vorbeigezogen. Umso wichtiger, es tut mir leid, wenn ich mich wiederhole, finde ich, ist es, dass es Dienste wie eben roccatune gibt. Sie bieten mir als Konsumenten die Möglichkeit, Musik zu „testen“ und sie nicht sofort kaufen zu müssen. Am Rande: Ich habe mir „Grace / Wastelands“ mittlerweile gekauft, damit ich das Album immer bei mir habe, wenn ich zum Beispiel Auto oder Zug fahre.

Mit dieser kleinen Rezension möchte ich auch die weitere Öffnung bei roccatune bekannt geben. Seit dem heutigen Tag ist es nunmehr möglich, komplette Alben als Widget zu exportieren. Wie ich es hier unter Beweis stelle. So kann man nun auch hier mit nur einem Klick jeden Song von Pete Dohertys neuem Album in voller Länge kostenlos hören.

Weil die Frage erneut kommen wird: Warum wird die Musik nicht direkt im Blog sondern in einem Popup gespielt bzw. auf roccatune gelinkt? Man kann bzw. darf nicht einfach Musik auf Webseiten zugänglich machen, wenn man nicht über die entsprechenden Rechte verfügt. Dies gilt insbesondere für Full-On-Demand-Music von Major Labels. Wir bei roccatune haben sehr lange auf die Einräumung der Rechte hingearbeitet und bezahlen den Rechteinhabern die vereinbarte Vergütung. Da eben roccatune die Nutzungslizenzen bekommen hat, darf die Musik auch über nur einen Player von roccatune abgespielt werden und dieser Player muss auf der URL von roccatune beheimatet sein.

Man sieht sich in Hannover

27. Februar 2009 | Geschrieben | 0 Kommentare

Nachdem heute das vorläufige Ende für die Web 2.0 Expo kommuniziert wurde, rückt die Cebit als Leitmesse der digitalen Industrie umso stärker in den Focus. Erstmals wird das Web 2.0 in Form des Webciety-Konzepts in Hannover eine prominente Rolle spielen. Zugegeben: Auch um die Cebit sieht es nicht besonders gut aus. Im Vergleich zum Vorjahr geht die Zahl der Aussteller deutlich zurück. Auf der anderen Seite gehört es fast schon zum guten Ton, jedes Jahr aufs Neue einen Abgesang auf die Cebit zu singen. Das hält sie nicht davon, im nächsten Jahr, erneut ihre Tore zu öffnen.

Ich selbst werde am Mittwoch (4. März) – wie auch im letzten Jahr – nach Hannover reisen, um mir im Rahmen des Trendforums (von der Telekom) die Diskussion zum Thema „Social Revolution: Die Musikbranche unter Dauerfeuer“ anzuhören. Außerdem werde ich auch noch das Tweetup aufsuchen, die Keynote des neuen Xing-CEO Dr. Stefan Groß-Selbeck sowie das Panel „Mobile Communication, Media & Entertainment“ aufsuchen. Wer Lust auf ein Treffen hat, kann sich gerne bei mir melden.

Sehr empfehlen kann ich auch die Veranstaltung „Radio 2.0“ am 7.3., bei der unter anderem Constantin Thyssen, Geschäftsführer von roccatune und mein Chef, auf dem Podium sitzen wird.

2009 wird kein leichtes Jahr. Letztendlich aber sind Messen und Konferenzen im Rahmen von Messen nicht nur eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und so eventuell Synergien zu schaffen, sondern auch um zu lernen. Denn nur, wer sich weiterentwickelt, kann Wachstum erzeugen.