Ich habe mir die Mühe gemacht und „Die Schelmexperten des Internets“ von Don Alphonso gründlich gelesen – zwei Mal. Und ich bin in mich gegangen und habe versucht, Alphonsos Argumente nachzuvollziehen. Es geht – vereinfacht dargestellt – um vermeintliche Experten und ihre Argumente für Social Media. Es geht – vereinfacht dargestellt – um die dumme Wirtschaft, der jedes Mittel recht sein soll, ihre Zielgruppe zu erreichen und dabei hipp zu sein. Es geht – vereinfacht dargestellt – um den digitalen Wandel und darum, dass ihn einige vermeintliche Scharlatane zu monetarisieren versuchen. Es geht – vereinfacht dargestellt – um den Konflikt zwischen Künstlern und Kritikern.
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Tags: don alphonso, faz, nico lumma, sascha lobo
Gestern hatte ich das große Glück, auf twitter von Sascha Lobo empfohlen zu werden. So etwas kommt hin und wieder vor. Manche machen das am Freitag regelmäßig (von einem solchen „Follower Friday“ halte ich jedoch recht wenig, was man hier nachlesen kann). Jedenfalls ereignete sich dann etwas für mich Unglaubliches: Innerhalb weniger Minuten hatte ich 50 Follower mehr. Innerhalb einer Stunde waren es 200. Insgesamt sind bis jetzt knapp 500 Follower neu hinzugekommen. Wegen eines einziges tweets. Noch nicht einmal 140 Zeichen hat Sascha verschwendet, um eine so große Wirkung zu erzielen. Über 30000 Leute folgen ihm mittlerweile auf twitter, kein Wunder, dass von seinen tweets eine so gewisse Wirkung ausgeht.
Nun ist es ja kein Geheimnis, dass man über Dienste wie turi2 oder kress Anzeigen in tweets kaufen kann. Sofern ich mich nicht irre, kostet ein solcher tweet um die 200 Euro. turi2 folgen über 5500, kress fast 10000 Leute. Natürlich ist es eine Spielerei, darüber zu spekulieren, wie tief man in die Tasche greifen müsste, um Sascha einen tweet abzukaufen, weil er einen solchen „Service“ gegenwärtig nicht anbietet. Trotzdem würde mich Eure Einschätzung interessieren: Wie viel ist, wenn man sich die Wirkung eines Lobo-tweets vor Augen führt – siehe oben – eine @saschalobo-Anzeige wert?
Tags: follower friday, kress, sascha lobo, turi2, twitter
Vor etwa genau einem Jahr verkaufte Robert Basic sein Blog Basic Thinking und löste damit eine große Diskussion aus. Wurde durch diese Aktion der „Ausverkauf der Blogosphäre“ eingeleitet oder gar abgeschlossen? Knapp 365 Tage später kann man das Ganze ein wenig gelassener sein. Blogs sterben nicht, auch wenn man das in regelmäßigen Abständen liest. Sie sind aber auch nicht die Zukunft der Medien. Blogs sind – zumindest in Deutschland – eine – wenn auch sehr interessante – Nische. Tagtäglich werden neue Blogs gelauncht, Andere hingegen entwickeln sich zu Bleiwüsten.
Ich möchte in einer subjektiven Liste zehn Blogs kurz vorstellen. Einige davon kennt man, mitunter sind sie und ihre Autoren um ein Vielfaches bekannter als mein massenpublikum. Andere aber sind noch so frisch und dadurch vielleicht ein Geheimtipp. So unterschiedlich die aufgeführten Blogs auch sind, so vielschichtig ist die Blogosphäre. Die zumeist beachteten Medienblogs wie Bildblog oder Indiskretion Ehrensache, die A-Blogs wie Basic Thinking oder netzpolitik decken nur eine winzige Facette ab, da draußen gibt es noch viele weniger bekannte Autoren. Das sagt nichts über ihr Talent oder ihre Leidenschaft aus, dient aber als Beleg, dass es eine Blogosphäre gibt, die sich weder professionalisiert, noch stirbt noch sonst was macht außer eins: Sie existiert. Weiterlesen
Tags: 01blog, basic thinking, bildblog, blogs, blumenladen, brenneisen, future of webstrategy, indiskretion ehrensache, kai diekmann, maingold, michael spreng, netzpolitik, richard gutjahr, robert basic, sascha lobo, sebastian küppers, sprengsatz, stylespion, verena delius