Das hier ist das private Blog von Sachar Kriwoj. Ich arbeite für die E-Plus Gruppe als Manager Digital Public Affairs.

Unbedingt lesen: Was würde Google tun

Schon länger möchte ich etwas über Jeff Jarvis und sein Buch „What would Google do“ (oder auf Deutsch „Was würde Google tun“) schreiben. Ich habe es mir im Mai, sogleich als es auf Deutsch erschien, gekauft und verschlungen.

Worum geht es bei WWGD? Um Kommunikation, Konsum und das Leben in Zeiten, da jedermann die Möglichkeiten hat, ungefiltert seine Meinung Millionen bereitzustellen. Es geht natürlich, der Titel sagt es, um Google. Aber eben nicht nur sondern auch. Vor allem geht es darum, wie sich Unternehmen verändern müssen, wenn sie künftig relevant sein wollen.

Vieles von dem, was Jarvis niedergeschrieben hat, war mir bereits bekannt. Und trotzdem erachte ich dieses Buch als eins der wichtigsten Werke der letzten Jahre, weil es mit einer brachialen Schonungslosigkeit auf den Punkt bringt, dass diejenigen, die sich nicht an die neuen Gegebenheiten anpassen werden (mittel- und langfristig gedacht) in Zukunft nicht mehr relevant sein werden. Übersetzt: Man muss nicht Google sein, man muss nicht mal ein Online-Business betreiben, man muss nicht einmal selbständig oder Unternehmer sein, um zu erkennen, dass dieses Buch für die eigene Bibliothek und der Inhalt für das eigene Wirken und Schaffen unabdingbar sind. Jarvis‘ Beobachtungen und Thesen sind ein perfekter Leitfaden für besseres Unternehmertum. Dieses sieht vor, den Konsumenten und nicht die Zielgruppe zu schätzen, ihm zuzuhören, ihn ernst zu nehmen und ihm die Kontrolle zu übertragen.

Es wird einige Zeit dauern, bis die große weite Welt erkennen wird, welch einen Schatz ihr Jarvis überlassen hat. Wer seine Thesen schneller umsetzt, wird sich einen zeitlichen Vorsprung erarbeiten. Wer zu lange wartet, läuft Gefahr, vergessen zu werden.

Ich hatte das große Vergnügen, Jeff Jarvis im Rahmen der next09 in Hamburg kennen lernen zu dürfen und war fasziniert davon, wie freundlich, zuvorkommend und dass er ohne jegliche Berührungsängste auftritt. Da sollten sich einige prominente digitale deutsche Köpfe ein Beispiel daran nehmen. Meine Kollegen bei scoyo hatten das große Vergnügen, mit Jeff Jarvis in New York zu Mittag zu essen und ihn zu interviewen. In den etwa viereinhalb Minuten geht es um die digitale Gesellschaft, Social Media in Deutschland und auch scoyo.

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