Der Follower Friday ist tot
Seit Wochen schon stelle ich fest, dass sich der Follower Friday (#ff) abgenutzt hat. Zwar werde ich nach wie vor relativ häufig empfohlen, doch bringen mir diese Empfehlungen keine oder nur sehr, sehr wenig neue Follower. Der Hauptgrund dafür, vermute ich, liegt darin, dass zig Leute am Freitag nichts Anderes tun, als irgendjemanden zu empfehlen und man ab einem bestimmten Punkt für diese Empfehlungen nicht mehr empfänglich ist.
Weil ich aber nicht aufhören möchte, Empfehlungen auszusprechen, habe ich vor ein paar Tagen das Posting „twitter: Wem ich folge und warum“ verfasst. Darin habe ich elf Leute empfohlen, denen ich besonders gerne folge. Abgesehen davon, dass sich die Empfohlenen über die Erwähnung gefreut haben, gewannen sie auch bis zu 50 neue Follower hinzu. Was zeigt, dass Empfehlungen als Solche funktionieren – nur eben nicht in einem Rahmen wie dem Follower Friday.
Ursprünglich wollte ich zu einer Aktion aufrufen, die analog zu Kai Müllers „Ein ? für Blogs“ verlaufen sollte – nur eben nicht mit Blogs sondern mit twitter-Usern, denen man besonders gerne folgt. Jeder würde also aufgerufen werden, an einem bestimmten Tag in seinem Blog diejenigen twitter-User zu empfehlen, die er gerne liest. Nur wäre das nichts Anderes als der Follower Friday, der nicht bei twitter sondern in Blogs stattfindet – also sinnlos. Erneut würden wir mit tausenden Empfehlungen konfrontiert werden, von denen wir dann spätestens ab 12.00 Uhr zu viel haben. Trotzdem möchte ich Euch durchaus dazu aufrufen, solche Empfehlungs-Postings zu verfassen, weil sie wirken, wie meine Beispiel zeigt – nur eben nicht organisiert. Macht es, wenn Ihr Lust dazu habt. Macht es mit Hingabe. Vielleicht sind elf User, wie ich sie empfohlen habe, am Ende sogar ein Tick zu viel, vielleicht auch zu wenig. Das wichtigste Element sind wohl die Begründungen. Wenn die plausibel sind, werden die Leser Eures Blogs, die Euch seit Längerem lesen und Eurem Urteil trauen, Euren Empfehlungen folgen. Und das soll ja das Ziel sein.
Fakt ist: In meinen Augen ist der Follower Friday tot.
P.S.: Nicht tot, ganz im Gegenteil ist tweetranking: Die Seite wurde von Holger Schmidt überarbeitet und bietet nun noch mehr Funktionen.
Tags: follower friday, kai müller, twitter

Dazu kann ich nur immer wieder sagen: Twitter fördert das Messie-Dasein und deswegen muss es zu jedem Followfriday auch einen Unfollowmonday geben http://mthie.com/qualitaetsoffensive_-_unfollowmo.html
Da ich erst seit kurzem twittere, habe ich den Follower Friday erst verstehen müssen. Mich stören inzwischen diese blinden Listen von Empfehlungen, möglicherweise noch in mehreren Tweets hintereinander. Deshalb beschränke ich mich auf die alte Devise: weniger ist mehr. Ich selbst lese Empfehlungen, wenn eine Begründung dabei steht. Also begründe ich auch.
Du weist ja selber drauf hin: Tweetranking ist meines Erachtens nach eine gute Alternative für den #ff. Außerdem versuche ich meinen #ff Posts immer ein besonderes Thema zu geben oder eine Begründung – ich hoffe, das macht sie lesenswerter:
“Meeting Medvedev: the members of the @ValdaiClub, a group of Western experts on Russia, are going to Russia! #russia #ff #followfriday”
oder
“Do you want to know which MPs will be re-elected? We thought about it and you can see the results at @wahl_de / http://ow.ly/oycS #ff #btw09″
Auch Twitterati-Listen finde ich eine sehr gute Möglichkeit der Empfehlung. Besonders beeindruckend fand ich “Foreign Policy’s Twitterati 100″ (http://www.foreignpolicy.com/articles/2009/08/07/foreign_policys_top_100_twitterati), die mich auch dazu inspiriert hat, die “Top Think Tank Twitterati” zu posten: http://www.thinktankdirectory.org/blog/2009/08/24/top-think-tank-twitterati/
In diesem Sinne: der #ff ist tot – es lebe der #ff
Ich bin noch nicht lange bei Twitter dabei, und als gelernter Banker und Jurist mit Spaß an Wortspielen und Infos, die man sonst vielleicht nicht ohne weiteres “bemerkt” hatte ich zu Beginn das Gefühl, vielleicht falsch zu sein, da viele Beiträge, gerade die in deutscher Sprache, wie ein Selbstgespräch der “Antreiber” des sozialen Marketings anmuten. Man ist darauf angewiesen, mehr oder weniger zufällig auf wirklich interessante Beiträge zu stoßen. _Begründete_ Empfehlungen sind da eine super Sache, der #FF-Friday bekommt hingegen allmählich Spam-Charakter. Ich stimme Dir zu, das Einzelbeiträge, wenn sie gerade angebracht erscheinen, deutlich wirkungsvoler sind, sowohl für den Twitterer als auch für den Follower. Etwas kritischer sehe ich aber die Einschätzung von tweetranking: In der aktiven (Such)anwendung sicherlich sehr nützlich (würde mir nur noch eine Rubrikeinteilung nicht nur nach Inhalten, sonder auch nach “Art” der Beiträge wünschen, was sicherlich schwierig umzusetzen wäre), hat die Empfehlung durch Dich und zahlreiche andere Personen seit gestern dazu geführt, das eine Flut von Pauschalempfehlungen genau von dort den Weg zu Twitter findet, also genauzu dem führt, wogegen Du Dich (zu recht) wenden möchtest. Gerade von Holger Schmidt, dem ich für seine Arbeit ein großes Kompliment machen möchte, habe ich allein zahllose derartige Empfehlungen seit gestern in meinem Twitterfeed…so lässt die Aufmerksamkeit rasch wieder nach, und die Beiträge verlieren an Bedeutung und Nachhall…
Ich packe meine Empfehlungen, wenigstens schon auf den Blog, weil ich finde dass sie in twitter untergehen.
Ich werde demnächst aber noch, wie du…etwas zu den jeweiligen twittern schreiben.
http://blog.magix.com/de/archives/786-Twitter-Follower-Friday-1-MAGIX-Mitarbeiter.html
http://blog.magix.com/de/archives/790-MAGIX-FollowerFriday-2-Was-zum-lachen.html
Ich glaub, der entscheidende Punkt bei den Empfehlungen ist das warum. Warum empfiehlt man jemanden? Wenn ich jemanden empfehle, weil er für mich interessante, politische Tweets schreibt, muss das noch lange nicht jeden anderen interessieren.
Ich hab daher weder aktiv, noch passiv bisher beim Follower-Friday mitgemacht. Weder habe ich Leute empfohlen (jedenfalls nie im Rahmen des FF), noch bin ich den Empfehlungen anderer gefolgt (weil sie mir ohne Kontext bzw. Gründe nichts bringen).
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